"Grenzt an Verhetzung": FPÖ weist Vorwürfe zurück

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker
FPÖ-Generalsekretär Christian HafeneckerBild: picturedesk.com

Heinz Christian Strache steht unter Beschuss, weil er einen Artikel eines antisemitischen Portals geteilt haben soll. Die FPÖ spricht von einer "böswilligen Unterstellung".

Am Samstagabend wurde bekannt, dass Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) auf seiner offiziellen wie seiner persönlichen Seite einen Artikel von einem Online-Portal geteilt hat,das in der Vergangenheit unter anderem den Holocaust geleugnet hatte.

Am Sonntag meldete sich FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker zu Wort und nahm seinen Parteichef in Schutz. Zum Zeitpunkt, als Strache den Artikel auf seinen Facebook-Seiten geteilt habe, seien auf dem besagten Portal "Zaronews" keine antisemitischen oder gar den Holocaust leugnenden Artikel sichtbar gewesen. Strache in die Nähe von Holocaustleugner zu rücken, sei "auf das Schärfste zurückzuweisen".

Die Berichte darüber würden "an Verhetzung, böswillige Unterstellung und Diffamierung" grenzen. Besonders griff er den Blog "FPÖ-Fails" heraus, der den Vorfall ursprünglich publik gemacht hatte. "Ein Betreiber, der nicht einmal über ein Impressum verfügt und über einen Verschleierungsserver in den USA arbeitet, kann niemals eine journalistisch seriöse Auskunftsquelle sein", so Hafenecker.

SPÖ: "Rote Linie überschritten"

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda hingegen sah mit dem Posting "die rote Linie erneut überschritten". Er forderte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) dazu auf, Konsequenzen zu ziehen. Es werde Zeit, dass Kurz "endlich den Tatsachen ins Auge sieht und den Weg zum Bundespräsidenten sucht", so Drozda. (hos)

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