Frau verblutet bei Geburt, Baby liegt neben toter Mama

Das Baby wurde auf die Neugeborenenstation der Linzer Kinderklinik gebracht.
Das Baby wurde auf die Neugeborenenstation der Linzer Kinderklinik gebracht.Daniel Scharinger / picturedesk.com (Symbolbild)
Tragödie bei einer Geburt in Linz! Ein 34-Jähriger fand seine tote Ehefrau (32) im Schlafzimmer. Neben ihrer Leiche lag ein Neugeborenes.

Das Drama spielte sich in der Landeshauptstadt von Oberösterreich ab! In der Nacht auf Montag, kurz vor 1.00 Uhr, entdeckte ein 34-jähriger Linzer seine tote Gattin im Schlafzimmer. Neben der 32-Jährigen lag ein neugeborenes Kind – seine Tochter. Das berichtet am Dienstag die "Kronen Zeitung".

Laut dem Bericht hatte die dreifache Mutter hatte das Baby alleine zur Welt gebracht und war dabei verblutet. Der 34-Jährige reagierte sofort, nahm seine kleine Tochter, wickelte sie in eine Decke und legte sie auf eine Couch, berichtet die "Krone". Danach verständigte der geschockte Mann gegen 0.55 Uhr die Rettung.

Für Mutter kam jede Hilfe zu spät

Die Einsatzkräfte waren auch rasch bei der Wohnung in einem Mehrparteienhaus im Linzer Stadtteil Spallerhof. Doch der Notarzt konnte das Leben der 32-Jährigen nicht mehr retten und nur noch den Tod der Frau feststellen. Das Baby wurde laut "Krone" von der Rettung in die Neugeborenenstation der Landesfrauenklinik, den Med Campus IV, gebracht.

Während das Neugeborene in die Klinik gebracht wurde, kümmerte sich ein Kriseninterventionsteam um den geschockten 34-Jährigen. Nach Informationen der "Kronen Zeitung" begann die Polizei noch in der Nacht mit der Spurensicherung. Außerdem untersuchte ein Amtsarzt die Leiche der Frau.

Viele Fragen offen

Bei der Beschau der toten Mutter stellte sich dann laut Bericht heraus, dass die 32-Jährige ihr drittes Kind bereits in der Zeit zwischen 22.00 und 23.00 Uhr alleine im Schlafzimmer der Wohnung entbunden hatte. Dabei war sie verblutet. Wo sich ihr Mann zu dem Zeitpunkt aufhielt und warum sie keine Hilfe holte, ist noch völlig unklar, heißt es weiter.

Warum die Frau bei der Geburt verblutet war, ist ebenfalls nicht bekannt und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Laut "Krone" könnte sie einen Gebärmutterriss erlitten haben, dabei verbluten Gebärende innerhalb von wenigen Minuten. Die Ermittler vermuten, dass die 32-Jährige ihre neuerliche Schwangerschaft negiert hatte, berichtet die Tageszeitung.

Mäderl im Spital umsorgt

Die junge Familie hat nach Angaben der "Kronen Zeitung" noch zwei andere Kinder, eines von ihnen ist offenbar noch ein Kleinkind. Die Mutter der Verstorbenen befindet sich gerade im Urlaub und wurde telefonisch vom Tod ihrer Tochter verständigt. Das Neugeborene soll soweit wohlauf sein und wird nun im Spital umsorgt.

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