Frau verkauft Wiener völlig unbewohnbares Schimmel-Haus

Schon nach einem Monat kam ein heftiger Schimmelbefall zum Vorschein.
Schon nach einem Monat kam ein heftiger Schimmelbefall zum Vorschein.Leserreporter
Seit Monaten kämpft ein Paar vor Gericht gegen eine Frau, die ihnen ein unbewohnbares Haus verkauft hat. Laut Gutachter war es "in gutem Zustand".

Für die Wienerin Nadine K. (Name von der Redaktion geändert) und ihren Verlobten ist der Traum vom eigenen Haus wahr geworden, allerdings anders als sie es sich gedacht haben. Denn obwohl das Paar noch vor dem Kauf des Gebäudes in der Gegend von Mistelbach einen Bausachverständigen engagiert hat, sind die Schäden so hoch, dass das Haus unbewohnbar ist, erzählt die 39-Jährige im "Heute"-Gespräch.

Ein baufälliger Keller, fehlendes Dämmmaterial und eine nicht vorhandene Sturmsicherung, sowie ein bauphysikalischer Feuchteschutz sind nur vier der vielen Mängel, die das Haus vorweist. "Uns wurde es als generalsaniert verkauft", erklärt Nadine K. verzweifelt. "Laut dem Gutachter soll sich das Haus vor unserem Einzug in einem sehr guten Zustand befunden haben." (Dokument liegt "Heute" vor.)

Gebäude baufällig und unbewohnbar

Erst nach dem Einzug bemerkte das verlobte Paar allerdings, dass das Haus völlig unbewohnbar ist. Schon nach kurzer Zeit bildete sich ein hartnäckiger Schimmel, dessen Beseitigung mit Anti-Schimmel-Spray nichts bewirkt. Außerdem soll ein einziger Pelletofen das gesamte Haus an kalten Tagen beheizen. "Eigentlich wollten wir heiraten und eine eigene Familie gründen, aber das können wir jetzt mal vergessen", erzählt die 39-Jährige.

"Wir haben unser gesamtes Erspartes in die Gerichtskosten und den Anwalt gesteckt und können es auch nicht verantworten ein Kind in den schimmelnden Räumen unterzubringen."

Ein Ende des Schreckens ist aber noch lange nicht in Sicht. Das Gerichtsverfahren soll nämlich bis zu sechs Jahre dauern können, so die Wienerin. Und nicht mal dann kann garantiert werden, dass Nadine K. und ihr Verlobter ihr Geld zurückerstattet bekommen. "Es ist ein finanzielles Desaster und wir wissen nicht mehr, wie wir diese Kosten stemmen können."

Paar bittet um Hilfe

Um aus dieser Misere wieder herauszukommen, bitten die beiden Wiener nun um Hilfe aus der Bevölkerung: Aus finanziellen Gründen kann sich das Paar keine übliche Mietwohnung mehr leisten und auch die Gerichtskosten haben schon lange die finanziellen Ressourcen aufgebraucht. "Wir bitten deshalb alle, denen es irgendwie möglich ist, uns mit einer Spende zu unterstützen", erklärt die in Tränen aufgelöste Nadine K.

Um das Paar finanziell zu unterstützen, könnt ihr euch gerne unter der E-Mail Adresse community@heute.at an uns wenden.

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