Dramatische Wendung im Fall der drei am Montag über Kuwait vom Himmel "gefallenen" US-Kampfjets. Wie das US-Militärkommando Centcom nun mitteilte, seien die drei Jets "versehentlich" von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden.
Der Abschuss der Mehrzweckkampfflugzeuge vom Typ F-15E Strike Eagle erfolgte "während aktiver Kampfhandlungen – darunter Angriffe durch iranische Flugzeuge, ballistische Raketen und Drohnen", so Centcom in seiner Erklärung.
Zuvor hatte bereits das kuwaitische Verteidigungsministerium den Absturz der US-Jets bestätigt, aber noch keine Angaben zur Ursache gemacht. Ein Ministeriumssprecher erklärte, die Besatzungsmitglieder seien in Krankenhäuser gebracht worden und befänden sich in "stabilem" Zustand.
In der Hauptstadt Kuwait-Stadt war am Montagmorgen Luftalarm zu hören, wenig später stieg von der Botschaft der USA Rauch auf. Die diplomatische Vertretung bestätigte zunächst keinen Einschlag - rief jedoch dazu auf, dem Botschaftskomplex fernzubleiben.
Die iranische Armee erklärte ihrerseits, sie habe den Stützpunkt Ali Al Salem der US-Luftwaffe in Kuwait sowie Schiffe im Indischen Ozean ins Visier genommen. Raketen der "Land- und Seestreitkräfte" hätten die US-Luftwaffenbasis sowie "feindliche Schiffe" im nördlichen Indischen Ozean angegriffen, hieß es in einer Erklärung. Demnach wurden bei den Angriffen "15 Marschflugkörper" eingesetzt.
Im kleinen, ölreichen Kuwait sind seit den 90er Jahren US-Soldaten stationiert. 1990 hatte das Nachbarland Irak das Land besetzt - woraufhin eine von den USA angeführte Militärkoalition einen Krieg gegen den Irak begann, der nach rund sechs Wochen mit der Niederlage des Irak endete.
Alle sechs Insassen der Maschinen hätten sich per Schleudersitz retten können und befänden sich in Sicherheit. Dabei entgingen einige der Piloten nur knapp einer Lynchung, da sie von der örtlichen Bevölkerung zunächst für iranische Soldaten gehalten wurden – "Heute" berichtete.
Kurios: Nachdem das Missverständnis aufgeklärt werden konnte, wurden die US-Soldaten im Kofferraum eines Einheimischen zur nächsten Stadt gebracht.