CIA steckt dahinter

Gezielte Tötung: So wurde Ayatollah Chamenei aufgespürt

Eigentlich hätte der US-israelische Angriff auf den Iran im Schutz der Nacht beginnen sollen. Doch dann erhielt der CIA Infos, die alles veränderten.
Nick Wolfinger
01.03.2026, 18:28
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Nach Angaben aus den USA und Israels soll das Datum für den gemeinsamen Angriff auf den Iran bereits seit Wochen festgestanden haben. Kurzfristig erhaltene Informationen warfen dann aber in letzter Sekunde alles über den Haufen:

Ein hochrangiges Treffen der iranischen Führungsspitze unter der persönlichen Anwesenheit von Ayatollah Chamenei in Teheran bot die Chance, den Obersten Führer der Islamischen Republik mit einem Luftangriff auszuschalten. Eine einmalige Chance, die man sich nicht entgehen lassen wollte.

Angriff kurzfristig verschoben

Also wurde der lange geplante Angriff kurzfristig um ein paar Stunden verschoben, wie die "New York Times" meldete. Die US-Zeitung berichtete am Sonntag unter Berufung auf über die Militärangriffe informierte Kreise, dass der Geheimdienst dem Obersten Führer des Iran seit mehreren Monaten auf der Spur gewesen sei und bezüglich seiner Aufenthaltsorte und Gewohnheiten ein gewisses Maß an Sicherheit erlangt habe.

Die CIA habe dann erfahren, "dass am Samstagmorgen ein ranghohes Treffen in einem Gebäudekomplex der iranischen Behörden im Zentrum von Teheran stattfinden sollte. Noch wichtiger, die CIA hat erfahren, dass der Oberste Führer vor Ort sein sollte", berichtete die Zeitung.

CIA gab Israel entscheidenden Tipp

Die USA hätten daraufhin die Information an Israel weitergeleitet. Unter Berufung auf mit dem Entscheidungsprozess informierte Quellen heißt es weiter, die USA und Israel hätten dann beschlossen, den Zeitplan für ihren Angriff teilweise zu justieren, um sich diese Information zunutze zu machen, welche die Tötung des Ayatollahs erlaubt habe.

Der ursprüngliche Plan habe vorgesehen, mit den Angriffen nachts im Schutz der Dunkelheit zu beginnen. Dem Bericht zufolge wurde der Angriff um 6.00 Uhr früh in Israel mit weitreichenden Luft-Boden-Raketen gestartet. Um 9.40 Uhr Ortszeit (07.10 Uhr MEZ) schlugen die Langstreckenraketen auf dem Gelände des Regierungskomplexes ein.

40 hochrangige Militärs und Politiker tot

Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich hochrangige iranische Sicherheitsbeamte in einem Gebäude des Komplexes, darunter Mohammad Pakpour, der Oberbefehlshaber der Islamischen Revolutionsgarde, Aziz Nasirzadeh, der Verteidigungsminister, Admiral Ali Shamkhani, der Chef des Militärrats, Seyyed Majid Mousavi, der Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der Islamischen Revolutionsgarde, Mohammad Shirazi, der stellvertretende Geheimdienstminister und noch einige weitere – sie alle sind nun tot.

Präsident Khamenei hielt sich in einem nahegelegenen Gebäude auf. Auch er kam in den Trümmern ums Leben. Ein Foto seiner Leiche soll Israels Premier Netanjahu vorgelegt worden sein.

Angriffe gehen weiter

Als Reaktion führte der Iran Gegenangriffe auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion aus. Auch für Sonntag kündigten sowohl die USA als auch der Iran weitere, "nie da gewesene" Angriffswellen an.

{title && {title} } NW, {title && {title} } 01.03.2026, 18:28
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