Wie bei Dating-Apps

Frosch-Studie zeigt: Zu viel Auswahl verwirrt

Laubfrosch-Weibchen entscheiden sich bei zu vielen Optionen oft nicht für den besten Partner - ähnlich wie Menschen beim Swipen.
Technik Heute
14.08.2026, 18:07
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Wer kennt es nicht? Beim Swipen durch Dating-Apps fühlt man sich schnell überfordert und erschöpft. Genauso geht es offenbar auch Laubfrosch-Weibchen bei der Partnerwahl - zumindest laut einer neuen Studie.

Ein Forschungsteam baute dafür eine regelrechte Dating-Arena für die Tiere auf: Weibliche Frösche wurden in einem zwei Meter breiten Bereich platziert. Über Lautsprecher spielte man ihnen aufgezeichnete Männchen-Rufe vor - sowohl längere Rufe von begehrenswerten Männchen als auch kürzere von weniger attraktiven Vertretern.

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Das Ergebnis überraschte, heißt es auf Spiegel.de: Bei nur zwei Optionen hüpften die Weibchen in 77 Prozent der Fälle zum längeren, attraktiveren Quaken. Bei acht verschiedenen Gesängen entschieden sie sich nur noch in 25 Prozent der Fälle für den besten Partner. Manchmal trafen sie sogar gar keine Wahl mehr.

Evolutionäre Überraschung

Dieses als "Choice Overload" bekannte Phänomen könnte auch evolutionäre Auswirkungen haben. Eigentlich sollten weniger begehrte Männchen mit kürzeren Rufen über Generationen hinweg verschwinden. Die Überforderung der Weibchen führe jedoch dazu, dass auch weniger attraktive Frösche zufällig als Partner gewählt werden - und so genetisch in den Populationen erhalten bleiben.

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