Samstagabend (16. Mai) steigt das große Finale des Eurovision Song Contest, doch schon am Freitag wurde es für die Künstler ernst. Beim sogenannten Jury-Finale vergaben die nationalen Fachjurys bereits ihre Punkte. Die Show am Vorabend zählt also genauso viel wie das TV-Finale vor Millionen Zuschauern.
"Heute" war live vor Ort und dabei fiel im Green Room vor allem eines auf: Die Stimmung unter den Acts wirkte überraschend verhalten.
Während auf der Bühne eine bombastische Show abgeliefert wurde, herrschte im Künstlerbereich oft eher Zurückhaltung. Viele Teilnehmer blieben während der Auftritte auf ihren Plätzen sitzen, blickten aufs Handy oder wirkten insgesamt eher angespannt als ausgelassen.
Nur vereinzelt wurde mitgetanzt oder mitgefeiert. Besonders Norwegen sorgte zwischendurch für Stimmung. Ein Künstler stach jedoch ganz besonders hervor.
Sam Battle (37), besser bekannt als "Look Mum No Computer!", wurde im Green Room schnell zum heimlichen Stimmungsmacher des Abends.
Der Brite stand bei nahezu jedem Auftritt auf, applaudierte, tanzte mit und feuerte die anderen Acts sichtbar begeistert an. Immer wieder stellte er sich sogar ganz nach vorne ans Geländer des Green Rooms, um die Performances mit voller Energie zu unterstützen.
Während viele Konkurrenten eher zurückhaltend wirkten, zeigte Battle genau jene lockere ESC-Stimmung, die Fans an der Show lieben.
Musikalisch zählt sein Beitrag vielleicht nicht zu den ganz großen Favoriten des Abends, menschlich gewann der Brite dafür aber viele Sympathiepunkte.
Denn gerade in einem Wettbewerb, in dem Druck, Nervosität und Konkurrenzkampf enorm sind, fiel sein kollegiales Verhalten besonders positiv auf. Für diese Fairness und gute Stimmung gibt’s ganz klar zwölf Punkte!