Am 16. Mai tritt Österreich wieder beim "Eurovision Song Contest" wieder im Finale an: Der 19-jährige COSMÓ will mit "Tanzschein" für uns überzeugen. Der Druck ist hoch, schließlich holte JJ im Vorjahr mit "Wasted Love" den Sieg.
Doch was bleibt vom großen Auftritt? Ist der Bewerb nur ein grelles Spektakel – oder ein echtes Karrieresprungbrett?
Ein Blick zurück zeigt: Für manche war der Wettbewerb tatsächlich der Startschuss für Weltkarrieren.
ABBA gewannen 1974 für Schweden mit "Waterloo" – und wurden zu einer der erfolgreichsten Popbands aller Zeiten. Olivia Newton-John trat ebenfalls 1974 für Großbritannien mit "Long Live Love" an (Platz 4) und wurde später mit Hits wie "Physical" und dem Film "Grease" weltberühmt.
Céline Dion siegte 1988 für die Schweiz mit "Ne partez pas sans moi" und startete danach international durch. Måneskin holten 2021 für Italien mit "Zitti e buoni" den Titel und eroberten mit Songs wie "Beggin’" weltweit die Charts.
Auch Loreen (2012 für Schweden mit "Euphoria", 2023 erneut mit "Tattoo") oder Duncan Laurence (2019 für die Niederlande mit "Arcade") schafften internationale Streaming-Erfolge in Millionenhöhe. Für viele Acts explodieren zumindest die Followerzahlen – und im Heimatland dürfen sie sich auch weiterhin zu gefeierten Musikstars zählen (siehe Udo Jürgens oder Lena Meyer-Landrut).
Andere wurden zu festen Größen rund um den Bewerb selbst. Conchita Wurst gewann 2014 für Österreich mit "Rise Like a Phoenix". Eine weltweite Popkarriere blieb zwar langfristig aus, doch die bärtige Bühnendiva etablierte sich als absolute "ESC"-Ikone für viele Fans.
Und auch ohne Sieg kann der Auftritt Türen öffnen: Il Volo (2015, Platz 3 mit "Grande Amore" für Italien), Sam Ryder (2022, Platz 2 für Großbritannien mit "Space Man"), Mahmood (2019, Platz 2 für Italien mit "Soldi") oder Blind Channel (2021, Platz 6 für Finnland mit "Dark Side") bauten ihre Karrieren kräftig aus.