Wer beim ESC einfach gemütlich mit Rucksack, Getränkedose und Selfie-Stick zum Rathausplatz spazieren wollte, erlebte am Sonntag eine böse Überraschung.
Schon bei der großen Opening Ceremony kam es zu langen Warteschlangen und ein klein wenig Frust. Der Grund: Viele Besucher wurden an den Eingängen abgewiesen, weil ihre Taschen zu groß waren oder verbotene Gegenstände dabeihatten. Zahlreiche Fans mussten ihre Sachen kurzerhand in nahe gelegenen Containern verstauen.
Manche fühlten sich dabei fast ein wenig an die Corona-Jahre erinnert. Auch damals waren hier und da Dinge verboten, bei denen man sich im Nachhinein vielleicht fragte: "Warum eigentlich genau?" Auch jetzt gibt es beim ESC eine ganze Liste an Regeln, bei denen manche Fans erst vor Ort merkten, wie streng wirklich kontrolliert wird.
Am Ende hat aber alles seine berechtigten Grüund und es natürlich um die Sicherheit. Und die wird heuer extrem ernst genommen.
Sowohl die Wiener Stadthalle als auch das Eurovision Village am Rathausplatz werden während der ESC-Woche zur Hochsicherheitszone.
Besucher müssen wie am Flughafen durch Sicherheitschecks, Taschenkontrollen und Scanner.
Besonders streng wird es am 10. Mai bei der Opening Ceremony und am 16. Mai beim Finale:
Taschen, Rucksäcke oder größere Behälter sind dann komplett verboten.
Erlaubt ist nur, was in die Hosentasche passt. Kleine transparente Sackerl bis maximal A6-Größe sind die einzige Ausnahme.
ESC ohne Fahnen? Natürlich nicht. Ganz frei ist man dabei aber trotzdem nicht. Pro Person ist nur eine Fahne erlaubt. Maximal in A2-Größe und aus schwer entflammbarem Material. Fahnenstangen sind tabu.
Außerdem warnen Stadt und Polizei ausdrücklich vor rassistischen, beleidigenden oder diskriminierenden Botschaften.
Trotz des minimalen Ärgers verteidigen die Behörden die strengen Maßnahmen. "Der ESC soll ein sicheres und schönes Fest werden", betonte Polizei-Vizepräsident Dieter Csefan.
Und eines zeigte schon die Eröffnung: Die Sicherheitskontrollen werden heuer definitiv kein lockerer Spaziergang.