Im Alltag fällt die fehlende Barrierefreiheit immer wieder auf. Ob Häuser aus der Gründerzeit oder alte Straßenbahnwägen: Wer in einem Rollstuhl unterwegs ist oder sich aus einem anderen Grund nicht frei bewegen kann, ist oftmals auf Hilfe und Unterstützung von Mitmenschen angewiesen.
Wie gelebte Inklusion im Alltag aussehen kann, zeigt der FSW-Standort in Wien-Landstraße in der Guglgasse. Bei dessen Neugestaltung im Sommer 2025 wurde die Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht.
Das Ziel: Alle FSW-Kund:innen sollen gleichermaßen und uneingeschränkt Zugang zu Angeboten, Informationen, Räumen und Services des FSW bekommen. Rund 15.300 Kund:innen mit Behinderung unterstützt der FSW in Wien mit sozialen Leistungen.
Die Inklusion beginnt bereits beim Eingang zum modernisierten Beratungsstandort. Eine automatische Türöffnung erleichtert das Hereinkommen. Der großzügige Empfangsbereich bietet viel Bewegungsfreiheit mit Rollstuhl oder Gehhilfe.
Im Empfangspult wurde ein unterfahrbarer Bereich für Kund:innen im Rollstuhl integriert, was wiederum Kommunikation auf Augenhöhe ermöglicht.
Für Kund:innen mit Hörbehinderung gibt es ein mobiles, induktives Hörsystem. Damit wird das Gesagte von der Hörhilfe aufgefangen und in angenehmer Lautstärke und Schärfe wiedergegeben, auch Störgeräusche werden gefiltert.
Für Ernstfälle ist der FSW-Standort in der Guglgasse ebenfalls gerüstet: Ein visueller Brandalarm dient als Warnung – auch lautlos. Ein taktiles Leitsystem am Boden erleichtert Menschen mit Sehbehinderung die Orientierung.
Zwischen Boden und Wand sowie bei Applikationen gibt es einen hohen Farbkontrast, Beschriftungen sind groß und sofort sichtbar.
Ein spezieller multifunktionaler Sanitärraum ist eine weitere Besonderheit. Neben einem höhenverstellbaren WC sowie Waschbecken gibt es einen Hebelifter, der im ganzen Raum beweglich ist. Eine spezielle Duschliege ermöglicht die Körperwäsche.
Übrigens: Der multifunktionale Sanitärraum ist einer der ersten dieser Art in Wien. Er ist während der Öffnungszeiten für alle Menschen mit Behinderung zugänglich.
Die qualitätsvolle Umsetzung der Barrierefreiheit im Zuge der Modernisierung des Standorts Guglgasse wurde auch offiziell mit einem ÖZIV-Gütesiegel in Gold gewürdigt. Das Gütesiegel des Bundesverbands für Menschen mit Behinderungen bestätigt damit, dass ein Objekt und seine Angebote für alle Menschen problemlos zugänglich – also barrierefrei – sind.
Die Gold-Zertifizierung für den FSW-Standort wurde somit erstmalig auch in Wien verliehen.
Hans-Jürgen Groß, der geschäftsführende Präsident des ÖZIV Burgenland, lobt das Projekt: "Von baulicher bis zu Digitaler Barrierefreiheit, über Themen wie Personalschulungen, Begleitpersonen bis hin zu Assistenzhunden, wurde alles mitbedacht. Abgerundet mit dem neuen Multifunktionsraum (Changing Place), ist ein Beratungszentrum mit einer entsprechenden Qualität entstanden, damit der Mensch im Mittelpunkt steht."
Weitere Informationen findest du hier: www.fsw.at/behinderung
Leben mit Behinderung – so unterstützt der FSW
Der Fonds Soziales Wien (FSW) unterstützt Menschen mit Behinderung mit breitgefächerten Unterstützungsangeboten. Ziel: ein selbstbestimmtes Leben führen – ob im Alltag, beim Wohnen, der Bildung oder Arbeit.
So holst du dir die passende Unterstützung:
1. Schritt 1: Einfach beim FSW-Kund:innentelefon unter 01/24 5 24 anrufen oder persönlich im FSW-Kund:innenservice vorbeikommen
2. Schritt 2: FSW-Kund:innenservice gibt kostenlos Auskunft über Förderungen und Leistungen und hilft dabei, den Antrag auf Förderung zu stellen.
3. Schritt 3: FSW-Kund:innenservice prüft den Anspruch und informiert darüber, welche FSW-Partnerorganisation die passenden Leistungen bietet
Dieser Artikel beruht auf einer Medienkooperation mit HEUTE und ist mit finanzieller Unterstützung des Fonds Soziales Wien entstanden.
Weitere Informationen zum Fonds Soziales Wien (FSW): https://www.heute.at/sozialesicherheitwien