Handtaschen, Häuser, sogar Ohrmuscheln: Produkte aus dem 3D-Drucker sind längst keine Mangelware mehr, immer mehr Gegenstände werden auf diese Weise hergestellt. Auch die Gastronomie hat der Trend bereits erreicht – wir berichteten.
Auf der Wiener "Maker Faire" (Donaustadt) tauchte nun das nächste Produkt auf: Der Michelbacher (NÖ) Richard Wachter produziert Bausätze für Uhren aus dem 3D-Drucker. "Ich habe im Studium einen gebrauchten Drucker bekommen und im Keller begonnen zu basteln", erinnert sich der gelernte Konstrukteur im Maschinenbau. Das Drucken gehörte rasch zu seinem Alltag, auch seine Bachelor Arbeit widmete er dem Thema. "Mein erstes Produkt war ein Gürtel. Ich habe so viel Feedback bekommen, damit habe ich nicht gerechnet."
Schließlich kam Wachter auf die Idee, Uhren zu produzieren: "Ich habe überlegt, was möglich ist und was die Leute interessieren könnte", erklärt er. Der 44-Jährige gründete die Firma "Printschnitzel", über die er nun Bausätze für Uhren verkauft. "Es ist nur ein Hobby, ich mache das nebenbei, aber wollte die Chance nicht ungenutzt lassen."
Die Dateien für den Druck sind frei zugänglich – Uhrwerk und Glas sind allerdings nicht enthalten. Wer das komplette Set möchte, zahlt 15 Euro und kann sich seine Uhr im eigenen 3D-Drucker produzieren. Das Design obliegt den Kunden selbst – hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
"Die Uhr kann über Jahre getragen werden, irgendwann wird der Kunststoff aber natürlich ausleiern", so Wachter. Sein Ziel ist es, später auch die Uhren selbst zu vertreiben. Der Weg dorthin sei aber noch weit. Mehr Infos auf www.printschnitzel.at