Wir sind wieder 15, lacht F. Ausgehen, ohne an morgen zu denken, Zigarette, spontane Abende, neue Menschen. Alles scheint möglich, ein Gefühl von Jugend schleicht sich ein.
Bis zum nächsten Tag. Das weiß man aber schon vorher, einer der Vorteile zu den Teenie-Jahren, man hat ja inzwischen reichlich Erfahrung gesammelt. Man weiß, was passiert, wenn man übertreibt, aber auch, was man tun muss, um geschwollene Augen wieder ansehnlicher zu machen, den Magen in Ordnung zu bringen und im Job zu performen, egal wann man ins Bett gekommen ist. Ein bisschen stolz ist man auf dieses Durchhaltevermögen auch. Man hat es sich ja auch über Jahre erarbeitet.
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In ihren 40ern erleben tatsächlich viele Menschen eine Art zweite Pubertät: Die Hormone verändern sich, unerklärliche Stimmungsschwankungen machen sich bemerkbar, Haut und Haare rebellieren und die großen Fragen "Wer bin ich?" und "War das schon alles?" läuten die vielbesprochene Midlife-Crisis oder zumindest eine neue Ära ein. Manche experimentieren – mit anderen Partnern, Lebensmodellen, Jobs oder nur Looks. Andere finden Zuflucht bei Musik, Hobbys oder Menschen von früher. Man wird zu dem, der man immer schon war, nur befreiter.