Für jedes zweite Unternehmen ist 3G-Regel "kein Thema"

43 Prozent der Arbeitnehmer haben "kein Problem" damit, wenn die 3G-Regel am Arbeitsplatz missachtet wird.
43 Prozent der Arbeitnehmer haben "kein Problem" damit, wenn die 3G-Regel am Arbeitsplatz missachtet wird.Getty Images/iStockphoto
Laut einer Online-Umfrage wird die 3G-Regel am Arbeitsplatz zwar von vielen Arbeitnehmern und Unternehmen begrüßt, aber bislang nicht umgesetzt.  

Nach dem wilden Hin und Her der letzten Tage, soll es nun ganz schnell gehen. Schon ab 1. November soll die Arbeitsstätte nur mehr geimpft, genesen oder getestet betreten werden dürfen - "Heute" hat berichtet. Dass Handlungsbedarf besteht, unterstreicht auch das Ergebnis einer Online-Umfrage von Österreichs größtem Jobportal karriere.at. Dieser zufolge achtet derzeit über die Hälfte der Unternehmen nicht auf die 3G-Regel am Arbeitsplatz.

Obwohl rund die Hälfte der rund 1.300 Arbeitnehmer und knapp 150 Unternehmen die vorgeschlagene Maßnahme zwar begrüßt, wird diese bislang in der Praxis nicht ausreichend umgesetzt: 62 Prozent gaben an, dass an ihrem Arbeitsplatz zwar auf die 3G-Regel geachtet wird. 43 Prozent von ihnen haben jedoch "kein Problem" damit, wenn diese missachtet wird. Nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent) fühlt sich dabei unsicher.

55 Prozent verlangen keinen Impfnachweis

Zu locker genommen wird die 3G-Regel derzeit auch auf der Arbeitgeber-Seite. Während 55 Prozent der befragten Unternehmen den Vorschlag zur Einführung begrüßen, ist für fast die Hälfte von ihnen (45 Prozent) deren Beachtung derzeit "(noch) kein Thema". 55 Prozent der Unternehmen verlangen von ihren Beschäftigten auch keinen Impfnachweis.

"Es ist evident, dass sowohl auf der Arbeitnehmer- als auch auf der Arbeitgeber-Seite noch viele Unklarheiten bezüglich der Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz herrschen. Hier ist es notwendig, dass die Gesundheitsbehörden ausreichend Aufklärungsarbeit leisten. Mittlerweile wissen wir nämlich, dass nicht nur in medizinischen Berufen die Ansteckungsgefahr im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich höher ist", appelliert Georg Konjovic von karriere.at.

Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus Deutschland sind u.a. auch Reinigungsberufe, Sicherheitsberufe und soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe stärker betroffen. Die betrieblichen Arbeitsbedingungen würden das Infektionsgeschehen erheblich beeinflussen.

Achtet Arbeitgeber auf 3G-Regel?
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