Aus einer traurigen Nachricht erwächst plötzlich Hoffnung. Seit Kronprinzessin Mette-Marit (52) offiziell auf der Warteliste für eine Spenderlunge steht, erlebt Norwegen einen regelrechten Ansturm: Tausende Menschen lassen sich als Organspender registrieren. Fachleute sprechen bereits vom "Mette-Marit-Effekt".
Wie die norwegische Zeitung "Dagbladet" berichtet, ist die Nachfrage nach Organspendeausweisen drastisch gestiegen. Lag der Schnitt im Mai noch bei rund 70 pro Tag, waren es am Samstag bereits 2.178.
"Das sind wirklich unglaubliche Zahlen, wie wir sie selten zuvor gesehen haben", erklärt Aleksander Sekowski von der norwegischen Stiftung Organspende gegenüber der Zeitung. Vergleichbar sei der Andrang nur mit dem Dezember, als bekannt wurde, dass Mette-Marit eine Lungentransplantation brauchen würde.
Hintergrund ist die schwere Erkrankung der Kronprinzessin. Mette-Marit leidet seit 2018 an einer chronischen Lungenfibrose, bei der das Lungengewebe vernarbt. Ehemann Kronprinz Haakon (52) hat zuletzt Termine gestrichen, um bei seiner Frau zu sein.
In Norwegen warten derzeit über 600 Menschen auf ein Spenderorgan, acht von ihnen auf eine neue Lunge. Durch die vielen neuen Registrierungen dürften künftig zahlreiche Leben gerettet werden. Für die schwer kranke Kronprinzessin ist das in ihrer wohl schwersten Stunde vielleicht ein kleiner Trost.