Für ÖVP-Landeschef ist Kurz schuld am Ischgl-Chaos

Nach der Ischgl-Kommission sieht jetzt auch ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter (Links) Bundeskanzler Sebastian Kurz als Auslöser für das Ischgl-Chaos.
Nach der Ischgl-Kommission sieht jetzt auch ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter (Links) Bundeskanzler Sebastian Kurz als Auslöser für das Ischgl-Chaos.EXPA / APA / picturedesk.com
Nach der Ischgl-Kommission sieht jetzt auch ÖVP-Landeshauptmann Platter den Bundeskanzler als Auslöser für das Ischgl-Chaos.

Die Tiroler Wintersporthochburg geriet im Frühjahr als Corona-Hotspot in die Schlagzeilen, weil sich hier etwa 11.000 Touristen angesteckt und das Coronavirus in ihren Heimatländern weiterverbreitet haben sollen. Jetzt lässt die SPÖ mit einer Aussage aufhorchen.

"Die Hinweise verdichten sich, dass ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz hauptverantwortlich für Ischgl-Chaos ist!", so SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch. Was steckt dahinter?

ÖVP-Landeshauptmann befeuert ÖVP-Kanzler

"Monatelang hat die türkis-grüne Chaostruppe auf Bundes- und auf Tiroler Landesebene munter am Schuldzuweisungskarussell gedreht und sich gegenseitig die Schuld für Ischgl gegeben. Faktum ist, dass Ischgl zum Corona-Hotspot wurde, von wo aus sich das Virus in ganz Europa verbreitet hat. Jetzt verdichten sich die Hinweise immer mehr, dass es einen Hauptverantwortlichen für das Ischgl-Chaos gibt: nämlich ÖVP-Kanzler Kurz", stellt Deutsch im Interview mit dem "profil" klar.

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Bereits im Vorjahr ist eine sechsköpfige Expertenkommission zu dem Schluss gekommen, dass auch die Bundesregierung eine Mitschuld am Corona-Chaos im Ski-Ort trage. Sie zeigte ein völliges Missmanagement bei der Sperre des Paznauntals im März und der Abreise von Urlaubern und Tourismuspersonal auf - "Heute" hat berichtet.

"Kurz muss sich Verantwortung stellen"

Jetzt soll auch Kurz-Parteifreund und Landeshauptmann Tirols Günther Platter mit einer hochbrisanten Aussage aufhorchen lassen, laut der Kurz das Ausreisechaos zu verantworten hat, so Deutsch mit Blick auf eine bisher unveröffentlichte Zeugeneinvernahme. Für den roten Bundesgeschäftsführer ist es höchste Zeit, dass Kurz sich endlich seiner Verantwortung stellt, "statt sich als oberster Krisenmanager zu inszenieren, der aber bei Problemen sofort abtaucht und mit dem Finger auf andere zeigt".

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