Neues Album "Changes"

Fury in the Slaughterhouse: Es bleibt alles anders

Dass Fury in the Slaughterhouse bald 40 Jahre auf dem Buckel haben, hört man dem neuen Album "Changes" überhaupt nicht an.
Jochen Dobnik
30.06.2026, 21:12
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Fast vier Jahrzehnte nach ihrer Gründung schlagen Fury In The Slaughterhouse das nächste Kapitel auf – und blicken dabei nicht zurück, sondern nach vorne. Soeben erschien mit "Changes" das mittlerweile 15. Studioalbum der Band.

Nach dem Neustart mit "Now" und dem Nummer-1-Album "Hope" schließt "Changes" die Trilogie nun mit zwölf neuen Songs ab. Die Band beschreibt das Werk selbst als ihr "erstes richtiges Bandalbum" – nicht, weil es musikalisch alles anders macht, sondern weil die Zusammenarbeit heute anders funktioniert als früher.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Vom Comeback zum neuen Selbstverständnis

"Now" stand 2021 für das Wiederfinden – das erste Studioalbum nach 13 Jahren Pause und direkt ein großer Erfolg. Zwei Jahre später folgte "Hope", das erstmals Platz eins der Charts erreichte und die neue Dynamik innerhalb der Band bestätigte.

Mit "Changes" wird daraus nun mehr als eine Fortsetzung. Das Album erzählt weniger von großen gesellschaftlichen Veränderungen als von Zusammenhalt, Vertrauen und dem Gefühl, gemeinsam etwas geschaffen zu haben. Statt Reibung und Gegensätzen steht diesmal das Miteinander im Mittelpunkt.

Zwischen Aufbruch, Rückblick und Zuversicht

Zu den prägenden Titeln des Albums gehört "Youth Is Wasted On The Young". Der Song verzichtet bewusst auf Generationenkritik und versucht stattdessen, Jung und Alt miteinander ins Gespräch zu bringen.

Sänger Kai Wingenfelder erklärt die Idee dahinter: "Es gibt die jungen Wilden, und es gibt Leute wie uns, die das schon hinter sich haben und vielleicht eben schon wissen: 'Das funktioniert nicht, aber wenn du das noch dazu packst, dann wird es cool.'"

In seinem Alter wünsche man sich die junge Euphorie zurück, wisse aber auch, dass man die heutige Weisheit in einigen Momenten gerne schon damals gehabt hätte. "Warum trifft man sich da nicht manchmal in der Mitte?".

Auch "When We Were Young" schlägt diesen Ton an. Der Song beschäftigt sich mit Erinnerungen, verpassten Chancen und der Erkenntnis, dass manche Enttäuschungen im Rückblick vielleicht doch ihren Sinn hatten.

Persönlich wird es auch bei "9 Lives" – einer Hymne über Durchhaltevermögen und die erstaunliche Geschichte der Band. Nach Chart-Erfolgen ("Radio Orchid", "Every Generation", "Time to Wonder"), Comeback und Jahrzehnten im Musikgeschäft lautet die Botschaft klar: Es ist noch lange nicht Schluss.

Mit "Changes" liefern Fury In The Slaughterhouse kein nostalgisches Jubiläumsalbum ab. Stattdessen zeigt die Band, warum sie auch fast 40 Jahre nach der Gründung noch immer neue Kapitel schreiben kann – gemeinsam, eingespielt und mit hörbarer Spielfreude.

{title && {title} } dob, {title && {title} } 30.06.2026, 21:12
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen