Schewtschenko in Wien

Fußball-Legende lobt Rangnick: "Bin großer Fan"

Schewtschenko in Wien. Als Verbandschef der Ukraine startet er mit dem ÖFB eine Kooperation, um Jugendlichen neue Chancen trotz des Krieges zu geben.
Klaus Pfeiffer
09.01.2026, 06:59
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Europas Fußballer des Jahres, Champions-League-Sieger, 197 Tore für Milan und Chelsea, 111 Länderspiele für die Ukraine – Andrij Schewtschenko ist eine Legende des Weltfußballs. Am Donnerstag war der 49-Jährige im Wiener Haus des Sports. Als Verbandschef der Ukraine unterzeichnete er mit ÖFB-Boss Josef Pröll, Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler sowie mit Staatssekretärin Michaela Schmidt eine Kooperation beider Länder. Ziel: Jugendliche, Trainer und Schiedsrichter aus der Ukraine in Österreich zu fördern.

"Fußball öffnet Türen, nicht nur im Sport. Unsere jungen Leute sollen die Möglichkeit haben, ihre Heimat für einige Zeit zu verlassen, den Krieg zu vergessen", sagt Schewtschenko.

Lob für Rangnick

Für Österreichs Fußball hat er im "Heute"-Talk nur Lob. "Ralf Rangnick war bei uns in der Ukraine, ich bin ein großer Fan von ihm, seinen Visionen und Ideen. Als Teamchef der Ukraine unterlag Schewtschenko bei der EM 2021 der ÖFB-Elf mit 0:1. Das Spiel heute ist anders. „Österreich presst 90 Minuten. Ich schaue mir dieses Team gerne an, mag den aggressiven Fußball, die taktische Flexibilität." Rangnick als Trainer der Ukraine könnte sich Schewtschenko vorstellen. "Aber da gehören zwei Seiten dazu", lächelt er. "Er hat auch noch Vertrag bei uns", grätscht Pröll dazwischen.

Als Spieler besiegte Schewtschenko Österreich 2011 mit 2:1. "Ich erinnere mich noch gut daran, Alaba und Arnautovic waren damals schon dabei. Alaba ist auch mein Lieblingsspieler von euch, ein Top-Charakter, ein großer Leader."

"Freue mich für die Sportler"

Im Vordergrund steht für den ehemaligen Vollblutstürmer heute aber die Vereinbarung mit dem ÖFB. Der erste Schritt ist mit den Unterschriften getan, jetzt geht es um den Abtausch von Ideen. "Es ist eine schwierige Zeit für die Ukraine, mit schwerwiegenden Folgen auch für den Sport. Klar ist: Das Recht des Stärkeren darf nicht vorherrschen. Wir stehen solidarisch an der Seite der Ukraine", sagt Vizekanzler und Sportminister Babler.

Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt streicht die sportlichen Aspekte hervor. "Andrij Schewtschenko und Josef Pröll haben viel Herzblut in das Projekt gesteckt. Fußball ist in beiden Ländern die populärste Sportart. Ich freue mich, wenn ukrainische Spieler und Trainer Zugang zu den Ausbildungsstätten in Österreich erhalten."

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