Drohte auch Familie

Fußball-Streit eskaliert – Spieler drohte mit Mord

Erst regnete es auf dem Fußballplatz Fouls, dann sollen Morddrohungen gefallen sein. Ein 29-Jähriger wurde in Klagenfurt zu bedingter Haft verurteilt.
Österreich Heute
14.08.2026, 22:41
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Was als hitziges Fußballspiel begann, endete vor Gericht: Ein 29-jähriger Spieler aus Diex musste sich am Freitag am Landesgericht Klagenfurt wegen gefährlicher Drohung verantworten. Bei einem Match gegen Tainach im April soll er einen Gegenspieler und sogar dessen Familie mit dem Tod bedroht haben.

Der Angeklagte bekannte sich nicht schuldig. Einen rauen Ton auf dem Fußballplatz räumte er allerdings ein. Nach einem hohen Bein habe er zum Verteidiger gesagt: "Wenn du mich getroffen hättest, hätte ich dir den Schädel heruntergerissen."

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Nach einem weiteren Foul soll außerdem der Satz "soll ich dich auch einmal umlegen?" gefallen sein. "Ich habe das im Sinn eines Revanchefouls gemeint", gab der Angeklagte laut dem ORF an, "was man aber auch nicht macht".

Unterschiedliche Aussagen

Zwischen den beiden Spielern war die Stimmung offenbar bereits aufgeheizt. Nach mehreren Fouls soll sicj die Situation weiter zugespitzt haben. Der Angeklagte selbst erklärte: "Ich will Spaß beim Spielen haben, aber ich will mir auch nicht die Haxen abdreschen lassen. Meine Aussagen waren nicht richtig. Aber das gehört irgendwie dazu, mit den Emotionen." Der Richter kommentierte das trocken: "Vielleicht in der 2. Klasse".

Bei den Zeugenaussagen zeigte sich allerdings, dass nicht alle Spieler dasselbe gehört hatten. Ein Fußballer erklärte, die konkrete Morddrohung nicht selbst gehört zu haben. Bei der Polizei hatte er sie dennoch so angegeben – weil er sie von anderen gehört habe. Der Richter sprach von "Tratsch in der Umkleide oder beim Bier danach".

Mehrfach mit dem Tod gedroht?

Andere Zeugen schilderten die Situation anders. Ein Spieler blieb dabei, dass das Wort "Umbringen" gefallen sei. Ein anderer erinnerte sich an das mehrdeutige "Umlegen".

Der betroffene Verteidiger selbst sprach von mehreren Drohungen. In der zweiten Halbzeit habe der Angeklagte wiederholt angekündigt, ihn umzubringen. Auch seine Familie habe er bedroht. "Ich kann mir nicht erklären, was er damit erreichen wollte."

Drei Monate bedingt

Der Richter schenkte den belastenden Zeugenaussagen letztlich Glauben. Der 29-Jährige wurde zu drei Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt. Mildernd wirkten seine bisherige Unbescholtenheit und eine mögliche Provokation durch harte Fouls. Verschärfend wertete das Gericht hingegen, dass die Drohung während des Spiels mehrfach wiederholt worden sein soll.

"Erschwerend war das beharrliche Wiederholen der Drohung während des Spiels. Wenn man eine Drohung wiederholt und dadurch verschärft, zeigt das die innere Tatseite." Der Verteidiger meldete Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde an. Das Urteil ist daher nicht rechtskräftig.

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