Am vergangenen Donnerstag starb Fußball-Ikone Diego Maradona im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt. Die Sportwelt trauert um einen ihrer größten Sportler. In seiner Heimat Argentinien wurden drei Tage Staatstrauer ausgerufen. Rund um den Globus gedenken Fußballer mit Schweigeminute und Trauerflor.
Eine wollte dabei nicht mitmachen. Paula Dapena boykottierte die Trauerminute für Maradona. Die spanische Drittliga-Spielerin vom Klub Viajes Interrias FF setzte sich währenddessen hin und drehte sich um.
Warum? Sie gab gegenüber "Pontevedra Viva" an: "Für die Opfer gab es keine Schweigeminute. Ich weigere mich, eine Schweigeminute für einen Vergewaltiger, Pädophilen und Täter abzuhalten. Ihm können nicht alle Gräueltaten vergeben werden, die er begangen hat. Um Fußballer zu sein, muss man zuerst als Person Werte vertreten, die weit größer sind als Maradonas Fähigkeiten. Wir wissen alle, dass seine spektakulären Fähigkeiten nur fußballerischer Natur waren."
Maradona soll 1999 in Argentinien eine Minderjährige geschwängert haben. Es kam zu einem Vaterschaftsprozess.
Trotz aller Eskapaden, Alkohol- und Drogenexzesse, wird Maradona weltweit geliebt. Das bekommt die 24-jährige Spielerin zu spüren. Laut eigenen Angaben erhält sie seit ihrem Boykott Morddrohungen.