Die Pandemie-Situation in Österreich verschärft sich wieder. So ist es kein Wunder, dass die am heutigen Donnerstag tagende Corona-Kommission in acht der neun Bundesländer die Ampel auf Rot für "sehr hohes Risiko" belässt. Einzig Vorarlberg kann derzeit mit einer zweistelligen 7-Tages-Inzidenz und einem stabilen Infektionsgeschehen aufwarten. Deswegen kann das Ländle seinen Orange-Status auch diese Woche verteidigen.
Im Rest des Landes zeigt sich aber ein Besorgnis erregender Trend: Überall gehen die Zahlen nach oben, zwei Bundesländer – Niederösterreich und Salzburg – haben bereits Inzidenzwerte knapp über 200. Burgenland, Kärnten und Wien nähern sich 190, die Steiermark liegt knapp unter dem bundesweiten Schnitt von 167. Besser stehen nur Oberösterreich (132), Tirol (105) und eben Vorarlberg (74) da.
In Sachen Mutationen erleben wir derzeit ebenfalls einen Anstieg, einzig im Ländle und Niederösterreich ist der Trend derzeit stabil. Vorarlberg ist derzeit zusätzlich auch noch das einzige Bundesland in dem die Mutationen das Infektionsgeschehen noch nicht dominieren. Nur drei von zehn positiven Corona-Fälle gehen hier auf eine der drei Mutanten (B.1.1.7, B.1.351 und P.1) zurück.
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Anderorts haben die aggressiveren Virusvarianten den Wildtyp schon fast verdrängt: Im Burgenland sind es 88 Prozent, in Wien 72 Prozent. In Oberösterreich betrifft es knapp die Hälfte aller Fälle, hier ist jedoch der Trend als einziges Land rückläufig.