Ganze Wandergruppe von Unwettern eingeschlossen

Am 19. Juli gab einen Einsatz der Flugpolizei am Großvenediger in Salzburg.
Am 19. Juli gab einen Einsatz der Flugpolizei am Großvenediger in Salzburg.FrankHoermann / dpa Picture Alliance / picturedesk.com
Eine Wandergruppe wurde am Großvenediger in Salzburg von Unwettern überrascht und in der Kürsinger Hütte eingeschlossen: Hubschrauber-Einsatz!

Am 18. Juli war eine 35-köpfige Wandergruppe am Großvenediger in Salzburg unterwegs, als sie von schlechtem Wetter und Unwettern überrascht wurde. Die Mitglieder der Gruppe mussten deshalb bei der Kürsinger Hütte auf 2.558 Metern Seehöhe Unterschlupf suchen, konnten nicht mehr weiter.

Aufgrund von Erdrutschen konnten die Wanderer auch nicht mehr sicher ins Tal zurückkehren und mussten daher die Einsatzkräfte rufen. Das Eingreifen eines Hubschraubers der Flugpolizei des Innenministeriums war dann notwendig, um die Gruppe in Sicherheit zu bringen.

32 der Teilnehmer wurden erst am 19. Juli mit dem Hubschrauber von der Schutzhütte evakuiert, während 3 Personen Stunden vor Eintreffen der staatlichen Hilfe von privaten Hubschraubern gerettet wurden. Es steht noch nicht fest, ob diese Flüge gesetzeskonform durchgeführt wurden, heißt es dazu vom Innenministerium.

Schlauchboote auf der Fischa im Hochwassereinsatz

Ebenfalls am 19. Juli wurden neun Menschen aus der Fischa in Fischamend in Niederösterreich gerettet. Es handelte sich um einen 40-jährigen Mann und 8 Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren, die auf drei mit Seilen verbundenen Schlauchbooten unterwegs waren. 

Die Gruppe hatte zwei Paddel verloren und konnte die Schlauchboote wegen schlechten Wetters und daraus resultierendem Hochwasser nicht mehr manövrieren. Der Polizeihubschrauber "Libelle" kam ihnen zu Hilfe. Der Vierzigjährige wurde wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit der Gruppe angezeigt.

Polizeihubschrauber österreichweit gebraucht

Schlechtes Wetter und Hochwasser im Land hat die Flugpolizei bereits für eine Gesamtdauer von 16 Flugstunden aktiviert. 70 Bedienstete der Flugpolizei arbeiteten auch am Wochenende und montags. Einsatzgebiete waren unter anderem in Amstetten, Melk, Neusiedl am See, Hallein, Zell am See und Landeck. 

Für ihr Engagement und ihre Professionalität dankte Innenminister Karl Nehammer am Dienstag in Wien den Pilotinnen und Piloten der Flugpolizei. Er wollte auch an die Bedeutung aller Blaulichtorganisationen für die Sicherheit der Menschen gerade in Zeiten wie diesen erinnern.

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