Tragödie in OÖ

"Ganzer Ort leidet" – Bub (15) starb am Schulweg

Ein 15-jähriger Schüler und Jungfeuerwehrmann kam in Rainbach im Mühlkreis bei einem schweren Unfall mit einem Lastwagen ums Leben.
Oberösterreich Heute
11.06.2026, 12:17
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Tiefe Trauer in Rainbach im Mühlkreis: Ein 15-jähriger Schüler verlor am Dienstagnachmittag bei einem tragischen Verkehrsunfall sein Leben. Der Jugendliche war mit seinem Moped unterwegs, als es kurz vor seinem Zuhause zu einem folgenschweren Zusammenstoß mit einem Lastwagen kam.

Noch erinnern die Markierungen der Polizei auf der Labacher Straße an die Unglücksstelle. In der Gemeinde sitzt der Schock tief. Bürgermeister Günter Lorenz besuchte am Mittwoch die Familie des Verstorbenen. Die Stimmung im Ort sei von großer Betroffenheit geprägt. Der Besuch bei den Angehörigen sei ein "Termin, den kein Mensch haben will" gewesen. "Der ganze Ort ist bestürzt", schilderte der Ortschef gegenüber den OÖN.

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Der Jugendliche galt als engagiert und hilfsbereit. Er war Mitglied der Jugendfeuerwehr und hatte erst vor Kurzem die Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Nach dem Unterricht in Linz war der 15-Jährige mit dem Bus ins Mühlviertel zurückgekehrt. An der Haltestelle stieg er auf sein Moped, um die letzten Meter nach Hause zurückzulegen. Doch kurz vor dem Ziel kam es zur Tragödie.

Hier in Rainbach kam es zu dem fürchterlichen Unfall.
fotokerschi.at

Die Straße gilt derzeit als Zufahrt zur S10-Baustelle. Dort ist Tempo 30 vorgeschrieben, zudem ist die Strecke für den Durchzugsverkehr gesperrt. Der Jugendliche wohnte nur wenige Meter von der Unfallstelle entfernt.

Nach bisherigen Erkenntnissen setzte ein 24-jähriger Lastwagenfahrer sein Fahrzeug zurück. Obwohl der Lkw mit einer akustischen Rückfahrwarnung sowie einer Rückfahrkamera ausgestattet gewesen sein soll, dürfte der Lenker das Moped übersehen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Jugendliche im toten Winkel befand.

Mehrere Meter mitgeschleift

Der 15-Jährige geriet unter das tonnenschwere Fahrzeug und wurde mehrere Meter mitgeschleift. Als der Fahrer den Zusammenstoß bemerkte, hielt er sofort an und leitete gemeinsam mit Zeugen Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Zahlreiche Einsatzkräfte, darunter Rettung, Notarzt und der Notarzthubschrauber aus Hörsching, rückten zur Unfallstelle aus.

Doch jede Hilfe kam zu spät. Der Jugendliche erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Kriseninterventionsteams betreuten Angehörige und Betroffene. Der Alkotest beim Lastwagenfahrer verlief negativ.

Die Polizei wertet nun die Spuren am Unfallort sowie die Daten des Fahrtenschreibers aus. Ermittelt wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung im Straßenverkehr. Auf eine Obduktion wurde verzichtet, da die Todesursache eindeutig festgestellt werden konnte.

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