Ein Vierteljahrhundert im Rampenlicht – und jetzt zieht DJ Ötzi Bilanz. Im Gespräch mit "Heute" blickt der Entertainer nicht nur auf sein neues Album "ÖHA", sondern auch auf seinen persönlichen Weg.
Neben frischen Songs wie "Happy" und "Gigolo" überrascht der 55-Jährige mit englischen Cover-Versionen – darunter "Sex on Fire" (Kings Of Leon) und "Just Can’t Get Enough" (Depeche Mode). Vor allem letzterer Track ist für ihn eine Herzensangelegenheit, schließlich zählt die Kultband zu seinen prägenden Einflüssen.
Doch hinter der Erfolgsgeschichte steckt mehr als Partyhits: Gerry Friedle, wie der Superstar mit bürgerlichen Namen heißt, spricht gegenüber "Heute" offen über schwere Zeiten und innere Kämpfe. "Es war nicht immer einfach. Jetzt habe ich schon viel länger eine gute Zeit als eine schlechte", sagt er. Heute sei er im Reinen mit sich: "Ich bin mit allen in Frieden und das ist wunderschön. Diese Last, dieser Groll – das ist gar nicht mehr da. Deswegen fühle ich mich auch viel freier."
Der Musiker hat sich intensiv mit sich selbst auseinandergesetzt: "Ich habe an mir gearbeitet, Hilfe gehabt und reflektiert, was mich krank gemacht und runtergedrückt hat. Ich bin durch die Angst durchgegangen und habe mir gedacht: Steh gerade."
Trotz aller Stärke bleibt er bewusst nahbar: "Zweifeln und jeden Tag besser werden – das ist mein Antrieb. Ich bin nicht nur stark. Ich bin menschlich, wie jeder andere."