Gas abgedreht, Frau musste in kalter Wohnung schlafen

Die Wienerin muss nun die Kosten selbst übernehmen.
Die Wienerin muss nun die Kosten selbst übernehmen.Getty Images/iStockphoto/Leserreporter
Die 42-jährige Wienerin Rodica B. musste wochenlang in ihrer kalten Wohnung ausharren, weil ihr das Gas von der Hausverwaltung abgedreht wurde.

Rodica B. wurde vor vier Wochen das Gas abgestellt, so dass sie nicht mehr heizen konnte. "Ich musste mit meinem Sohn in der eisigen Wohnung schlafen, weil wir keine andere Möglichkeit hatten, unsere vier Wände zu beheizen", erzählt die Wienerin.

42-Jährige bleibt auf Kosten sitzen

Begonnen hatte alles mit einer Gas-Überprüfung in der Wohnanlage der Wienerin. Auch nach Abschluss der Arbeiten ließ die Firma offenbar das Gas abgedreht. "Ich hab gleich am nächsten Tag bei meiner Hausverwaltung angerufen, aber niemand konnte mir sagen, warum das Gas abgeschaltet wurde", berichtet Rodica B. im Gespräch mit "Heute". "Vielmehr wurde ich sehr unfreundlich abgespeist."

Um dem Problem aber weiter auf den Grund zu gehen, wandte sich die 42-Jährige an die zuständige Firma, die noch am nächsten Tag einen Mitarbeiter vorbeischickte: "Er hat zwei Stunden lang in meiner Wohnung gearbeitet, weil mein Gaskonvektor angeblich nicht in Ordnung war. Aber das hat nichts an der Situation geändert."

Dennoch muss die Wienerin nun die Rechnung für die neuerliche Überprüfung in Höhe von 292,72 Euro aus eigener Tasche bezahlen, obwohl das Problem nicht behoben wurde. "Meine Hausverwaltung meinte, dass sie die Kosten nicht übernehmen, weil ich die Firma kontaktiert habe und nicht sie", erzählt Rodica B. verständnislos.

Mieterin muss Nachweis erbringen

Von Seiten der Hausverwaltung heißt es auf "Heute"-Anfrage, dass sie von Rodica B. über die abgesperrte Gasanlage informiert wurden. "Der daraufhin von uns eingeschaltete Installateur hat festgestellt, dass die Gasanlage zwar dicht, der vorhandene Gasheizofen aber total verschmutzt ist. Daher wurde aus Sicherheitsgründen das Gerät nicht mehr in Betrieb genommen", so die Sprecherin.

Per Brief sei die 42-Jährige aber dazu aufgefordert worden, bis am 14. Mai einen Nachweis in Form einer Rechnung zu erbringen, dass der Gaskonvektor ordentlich gereinigt und repariert wurde und wieder in Betrieb genommen werden kann. Auf diesen Kosten wird die Wienerin wohl auch sitzen bleiben.

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