Für rund 500 Gaskunden der Salzburg AG gibt es eine böse Überraschung. Mit September laufen zwei besonders günstige Gastarife aus. Wer betroffen ist, muss einen neuen Vertrag abschließen oder zu einem anderen Anbieter wechseln.
Der Unterschied ist deutlich: Bisher kostete das Erdgas in den auslaufenden Tarifen 2,18 Cent netto pro Kilowattstunde. Im neuen Tarif der Salzburg AG werden 5,88 Cent netto pro Kilowattstunde fällig. Das entspricht einer Erhöhung auf mehr als das Zweieinhalbfache, so der ORF.
Nach Angaben der Salzburg AG betrifft die Umstellung rund 500 der insgesamt knapp 30.000 Erdgaskunden. Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass die bisherigen Tarife angesichts der Entwicklungen auf dem Energiemarkt nicht mehr wirtschaftlich tragbar seien. Es handle sich um eine notwendige "Tarifbereinigung", um die langfristige Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, berichtet der ORF.
Die Konsumentenschutzabteilung der Arbeiterkammer hat die Preisänderung bereits geprüft. Sie räumt ein, dass die Entwicklung auf dem Energiemarkt die Entscheidung der Salzburg AG stütze.
Auch ein aktueller Gastarifvergleich der E-Control zeigt, dass das allgemeine Preisniveau inzwischen deutlich über den bisherigen 2,18 Cent netto pro Kilowattstunde liegt. Selbst der günstigste Anbieter verlangt derzeit 4,09 Cent netto pro Kilowattstunde. Je nach Tarif können die Preise sogar bis auf 11,34 Cent netto pro Kilowattstunde steigen.
Für die betroffenen Kunden bedeutet das: Sie sollten rechtzeitig prüfen, ob sie den neuen Tarif der Salzburg AG annehmen oder zu einem anderen Anbieter wechseln möchten.