Im Rennen um die künftige Führung der Salzburger Festspiele fällt immer wieder ein prominenter Name: Ex-Außenminister und Kurzzeit-Kanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) werden laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" nicht nur Ambitionen, sondern auch hohe Chancen auf die Präsidentschaft der Festspiele nachgesagt.
Die Präsidentschaft wird turnusmäßig neu ausgeschrieben. Insgesamt haben sich elf Frauen und 16 Männer beworben. Wer den Posten erhält, entscheidet sich allerdings erst nach den Hearings im Anschluss an die heurige Festspielsaison.
Für Schallenberg sprechen seine Kontakte in die Politik und Diplomatie, seine "über Jahre dauernde Verbindung zu den Salzburger Festspielen" – so die "Krone".
Für Gesprächsstoff sorgt auch die Suche nach der künstlerischen Leitung. Diese wurde außerplanmäßig notwendig, nachdem sich das Kuratorium und Intendant Markus Hinterhäuser Ende März einvernehmlich getrennt hatten. Insgesamt gingen vier Bewerbungen von Frauen und 17 von Männern ein.
Für Verwirrung sorgte dabei ein Bericht der "Kronen Zeitung", wonach Volksoper-Intendantin Lotte de Beer "die derzeit besten Chancen" auf die Intendanz haben soll. De Beer widersprach dieser Darstellung am Sonntagabend jedoch deutlich.
"Es sei ihr wichtig zu betonen, dass sie sich nicht beworben habe und selbstverständlich mit voller Überzeugung und großer Begeisterung ihre Aufgabe an der Volksoper natürlich weiter erfüllen werde", heißt es in einem der APA übermittelten Statement.
Die Salzburger Festspiele 2026 beginnen am 17. Juli und dauern bis 30. August. Erst nach der heurigen Festspielsaison finden die Hearings für die Präsidentschaft und die künstlerische Leitung statt. Danach legt die Findungskommission dem Kuratorium einen Vorschlag vor, das schließlich über die Besetzung entscheidet.