Der Preis für Schweinefleisch ist zuletzt deutlich gesunken. Bauern erhalten derzeit nur noch 1,52 Euro pro Kilo Mastschwein – deutlich weniger als noch vor einem Jahr. Wer jetzt auf günstigere Schnitzel im Gasthaus hofft, wird aber enttäuscht.
Denn die Wirte können die sinkenden Fleischpreise kaum an ihre Gäste weitergeben. Der Grund: Die eigentlichen Kostentreiber liegen längst woanders. Personal, Energie und Rohstoffe wie Speiseöl sind in den vergangenen Jahren massiv teurer geworden.
"Die Kosten, von Frittierfett über Energie bis Personal, sind massiv gestiegen", erklärt Oberösterreichs Wirtesprecher Gerold Royda in den "OÖN". Trotz des günstigeren Schweinefleischs sei der gesamte Deckungsbeitrag der Gastronomie innerhalb von drei Jahren sogar um sieben Prozent gesunken.
Während Schweinsschnitzel im Lebensmittelhandel zuletzt etwas billiger geworden ist, bleibt das klassische Wirtshaus-Schnitzel daher teuer. Die Einsparungen beim Fleischeinkauf reichen bei weitem nicht aus, um die übrigen Kostensteigerungen auszugleichen.
Unter dem Preisverfall leiden vor allem die Bauern. Wegen eines Überangebots an Schweinefleisch in Europa und schwächerer Exportmärkte erhalten sie derzeit deutlich weniger Geld für ihre Tiere. Viele Betriebe können ihre Produktionskosten kaum noch decken.