Gastro-Fans kamen eigens aus Wien zu Linzer Wut-Wirtin

In der Linzer Altstadt kam es am Montagabend zu einem großen Polizeieinsatz. Eine Barbesitzerin hatte in "Heute" angekündigt, trotz Corona-Verbots ihr Lokal aufsperren zu wollen.
In der Linzer Altstadt kam es am Montagabend zu einem großen Polizeieinsatz. Eine Barbesitzerin hatte in "Heute" angekündigt, trotz Corona-Verbots ihr Lokal aufsperren zu wollen.foto-kerschi.at
Der Großeinsatz der Polizei in der Linzer Altstadt am frühen Abend sorgt für Schlagzeilen. Stadtpolizeichef Karl Pogutter erklärt den Einsatz.

Montag, 16.26 Uhr in der Linzer Altstadt. Nachdem Bar-Chefin Alexandra Pervulesko (51) in "Heute" erklärt hatte, dass sie trotz Corona-Verbots ihr Lokal aufsperren wolle, rücken 25 Polizisten an.

Stadtpolizei-Chef Karl Pogutter erklärte in einem Interview vor Ort, man sei im Auftrag der Gesundheitsbehörde zu dem Einsatz gerufen worden. Die hatte die Story wohl auf der Titelseite von "Heute" und in unserer Online-Ausgabe gelesen.

"Lauter Sachen, die nicht der Verordnung entsprechen"

Als die Polizei eintraf, war das Lokal gut gefüllt. "Es waren etwa 45 Personen auf engstem Raum in dem Lokal", so Pogutter. Und: „Es wurden keine Abstände eingehalten, niemand hat eine Maske getragen. Großteils wurde drinnen konsumiert. Das sind lauter Sachen, die nicht entsprechend der Verordnung sind".

Angeblich reisten Unterstützer der Wirtin aus Wien, Kärnten und der Steiermark extra an, um bei der "Eröffnung" dabei zu sein.

Jetzt liegt der Ball beim Magistrat

Es sei ärgerlich, dass sich die Leute einfach nicht an die Maßnahmen halten wollen, so der Polizeichef. Im Lokal wurden dann die Identitäten der Gäste festgestellt. "Die werden der Gesundheitsbehörde zur Anzeige gebracht. Es ist dann die Entscheidung des Magistrats Linz, was weiter passiert". Nach 27 Minuten rückten die Beamten wieder ab.

Der Linzer Stadtpolizeichef Karl Pogutter. Hier auf einem Foto im Linzer Hessenpark.
Der Linzer Stadtpolizeichef Karl Pogutter. Hier auf einem Foto im Linzer Hessenpark.(Bild: Michael Strobl)

Saftige Strafe droht

Wie hoch die Strafe ausfällt, liege "nicht im Ermessen der Polizei". Die Polizei könne das Lokal auch nicht schließen. Das kann nur die Gesundheitsbehörde anordnen.

Theoretisch könnte die Lokalchefin also weiterhin geöffnet halten. 

Allerdings droht der Lokalchefin eine Strafe von bis zu 30.000 Euro, den Gästen drohen 1.450 Euro Geldbuße – mehr hier.

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