Gastro klagt über Personalmangel und 2-Meter-Abstand

Insbesondere in der Küche fehlt Personal
Insbesondere in der Küche fehlt PersonalAlexandra Diry
"Der Start war durchwachsen", so Branchenvertreter. Es mangelt an Personal und gutem Wetter, die zwei Meter Abstand treffen kleine Betriebe hart.

Die Bilanz nach dem ersten Wochenende mit geöffneter Gastronomie verläuft durchwachsen. Betreiber haben mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen. "In den Gewinnbereich kommen die meisten noch nicht", so WKO-Tourismus-Obmann Robert Seeber laut "orf.at".

Ein Grund dafür war das Wetter. Quasi im ganzen Land, aber insbesondere an Ausflugszielen, blieb ein Großteil der Laufkundschaft aus. Trotzdem war die Grundstimmung eine gute, auch die Buchungslage der Hotels ist besser als erwartet. Die Kontrolle der 3-G-Nachweise habe durchwegs gut funktioniert.

Abstand nicht wirtschaftlich

Insbesondere die kleineren Betriebe stellen Vorgaben wie die zwei Meter Abstand vor große Herausforderungen. "Die zwei Meter Abstand sind für viele kleine Betriebe nicht wirtschaftlich", erklärt Seeber. Normalerweise werden insbesondere zu Pfingsten beliebte Ausflugsziele regelrecht gestürmt. Das blieb heuer aus.

Ein Problem, über das Branchenvertreter schon vor Corona klagten, ist mangelndes Personal. Zwar gibt es eine Rekordzahl an Arbeitslosen und Lehrstellensuchenden. Doch die Jobs in Gastronomie und Tourismus sind oftmals unattraktiv und in großer Entfernung zu Ballungszentren gelegen.

Dazu kommt, dass während der Pandemie, als Gastro und Hotellerie still standen, sich viele am Arbeitsmarkt neu orientiert haben. Dieses Personal fehlt nun. Im großen und ganzen sei man aber optimistisch, auch wenn der Start "durchwachsen" war. Andeutungen der ÖVP zu weiteren Öffnungsschritten begrüßt man naturgemäß.

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