Österreichweit liegt die 7-Tage-Inzidenz – die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den jüngsten sieben Tagen je 100.000 Bürger – bei 2.552,5. Wie die Corona-Kommission in ihrer neuen Lage-Einschätzung am Mittwochabend enthüllt, gibt es aber einige Bundesländer und Bezirke im Land, in denen Corona und vor allem Omikron weit heftiger um sich greift. Im Bundesländer-Vergleich liegen Kärnten mit einer Inzidenz von 3.010,4 und Tirol mit einer Inzidenz von 2.953,7 an der Spitze.
Auf Bezirksebene führt Feldkirchen mit einer Inzidenz von 3.763,9 die Gefahren-Skala an. Dahinter folgen Rohrbach mit 3.717,6, Völkermarkt mit 3.647,8, Landeck mit 3.603,5, Grieskirchen mit 3.503,4, Kufstein mit 3.357,0, Villach-Land mit 3.276,3, Spittal an der Drau mit 3.186,7, Imst mit 3.166,3 und Gmunden mit 3165,5. Ebenfalls über 3.000 liegt die Inzidenz in Weiz mit 3.140,3, in Hartberg-Fürstenfeld mit 3.064,5, in Innsbruck-Land mit 3.054,0, in Leibnitz mit 3.045,9 und in Sankt Veit an der Glan mit 3.041,9.
Weil die Zahlen dermaßen hoch sind, geht die Kommission auch von keiner baldigen Besserung der Situation aus. Die Ampel-Schaltung am Donnerstag wird deswegen auf Rot für ganz Österreich verbleiben – sehr hohes Risiko! Das Papier, das die Grundlage für den Beschluss bildet, zeigt, dass es keinen einzigen Bezirk in Österreich gibt, in dem die 7-Tages-Inzidenz unter 1.000 liegt. Laut den neuesten Daten schneidet da noch Rust mit einer Inzidenz von 1.400,0 am "besten" ab.
In einer Prognose gehen die Experten auch von einem Anstieg des Omikron Subtyps BA.2. aus. "Durch den Einfluss des leichter übertragbareren Omikron Subtyps BA.2 ist ein neuerlicher, durch diese Variante getriebener Fallanstieg in der nächsten Woche nicht auszuschließen", heißt es in dem Papier. Die gute Nachricht: Die Experten gehen dennoch davon aus, "dass sich der Anstieg des Normalpflege-Belags abschwächt".