Rot wird auch am Donnerstag nach dem Treffen der Corona-Ampelkommission die dominante Farbe in ganz Österreich bleiben. Denn das Gremium wird auf Grund der aktuellen Entwicklungen für jedes Bundesland ein "sehr hohes Risiko" ausweisen. Zu einem realen Treffen der handelnden Personen wird es allerdings nicht kommen. Die Abstimmung über die Risikoeinschätzung wird per "Umlaufbeschluss", also mittels Videokonferenz, erfolgen.
Dass es keine Besserung der aktuellen Einschätzung geben wird, ist auf die nach wie vor hohen Inzidenzen in den einzelnen Bundesländern zurückzuführen. Das Papier, das die Grundlage für den morgigen Beschluss bildet, zeigt, dass es keinen einzigen Bezirk in Österreich gibt, in dem die 7-Tages-Inzidenz unter 400 liegt. Am höchsten ist dieser Wert aktuell in Feldkirchen, wo das Papier mit Stand Dienstag eine Inzidenz von 3.763,9 ausweist.
In einer Prognose gehen die Experten auch von einem Anstieg des Omikron Subtyps BA.2. aus. "Durch den Einfluss des leichter übertragbareren Omikron Subtyps BA.2 ist ein neuerlicher, durch diese Variante getriebener Fallanstieg in der nächsten Woche nicht auszuschließen", heißt es in dem Papier. Die gute Nachricht: Die Experten gehen dennoch davon aus, "dass sich der Anstieg des Normalpflege-Belags abschwächt".