Nach ukrainischen Angaben gibt es im Fall getöteter Kriegsgefangener eine entscheidende Entwicklung: Der ukrainische Geheimdienst hat einen Mann aus Russland festgenommen, der für die Ermordung von neun ukrainischen Soldaten verantwortlich sein soll.
Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstagabend erklärte, soll sich das Verbrechen im russischen Gebiet Kursk ereignet haben. Der Festgenommene werde für die Tötung ukrainischer Kriegsgefangener verantwortlich gemacht.
"Wir werden jeden russischen Mörder finden, und jeder wird zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Selenskyj. Weitere Einzelheiten nannte der Präsident zunächst nicht. Er wies jedoch den stellvertretenden Leiter des Inlandsgeheimdienstes SBU, Olexander Poklad, an, nähere Informationen öffentlich zu machen.
Offen blieb vorerst, wann genau die Tat passiert sein soll. Selenskyj sprach von Oktober. Naheliegend ist, dass damit der Oktober 2024 gemeint ist – zu diesem Zeitpunkt war ein ähnlicher Fall bekannt geworden. Ukrainische Einheiten waren im Sommer 2024 in das westliche russische Gebiet Kursk vorgestoßen, die russische Armee drängte sie erst bis zum Frühjahr 2025 zurück.