Müll nervt – und zwar die meisten Österreicherinnen und Österreicher. Laut einer aktuellen Umfrage ärgert sich fast jeder über Abfälle im öffentlichen Raum. Gegen das sogenannte "Littering" also das achtlose Wegwerfen von Müll im öffentlichen Raum oder der Natur, startet nun die Aufklärungstour "Trashbusters".
55 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich "sehr" über Müll auf Straßen, in Parks oder in der Natur aufregen. Weitere 29 Prozent sind zumindest "etwas" genervt. Kein anderes Alltagsproblem landet auf der Ärger-Skala so hoch – und doch werfen fast die Hälfte der Befragten selbst Zigarettenstummel, Kaugummis oder Essensreste achtlos weg.
Um diesem Widerspruch spielerisch entgegenzuwirken, startet die Initiative ÖSTERREICH SAMMELT nun eine besondere Aufklärungstour: die "Trashbusters". Den Auftakt bildete der Wiener Burggarten, gemeinsam mit Umweltminister Norbert Totschnig und Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. "Abfall gehört in den Mistkübel, nicht in unsere Natur, Parks oder auf unsere Felder", betonte Totschnig. "Dank dem Einwegpfand sind Getränkeverpackungen kein großes Problem mehr. Doch Coffee-to-go-Becher oder Zigarettenstummel landen weiterhin viel zu oft dort, wo sie nicht hingehören."
Die "Trashbusters-Tour" geht dahin, wo der Müll entsteht: auf stark frequentierte Plätze, Gehsteige und Parks. Dort richten die interaktiven "lebendigen Mistkübel" einen Müll-Tatort ein – mit Absperrband, Kreideumrissen und echten Fundstücken. Passantinnen und Passanten schlüpfen als "Müll-Ermittlerinnen" und "Müll-Ermittler" und lernen spielerisch, wie richtige Müllentsorgung und -trennung funktioniert. "Wir wollen das Problem dort thematisieren, wo es entsteht, aber auf eine Weise, die zum Nachdenken anregt, ohne zu belehren", erklärt Andreas Pertl, Sprecher von ÖSTERREICH SAMMELT.
Die Tour macht zunächst in Wien, Linz, Innsbruck und Salzburg Halt – und zeigt, dass saubere Städte nicht nur von städtischen Maßnahmen abhängen, sondern auch vom Engagement der Menschen selbst. Czernohorszky lobt: "Wien ist eine der saubersten und lebenswertesten Großstädte weltweit. Aktionen wie diese setzen genau dort an, wo viele Menschen zusammenkommen, und machen sichtbar, was sonst oft übersehen wird." Mit Kreativität gegen Müll – vielleicht bringt der "Trashbusters-Tatort" ja die eine oder andere Person dazu, den Coffee-to-go-Becher doch wieder in den Mistkübel zu werfen.