Ein werdender Vater wollte seine hochschwangere Freundin am Samstag zur Untersuchung im Krankenhaus in Wien-Hietzing begleiten. Obwohl er doppelt geimpft und PCR-getestet war, musste der Wiener allerdings draußen bleiben – er durfte seine Partnerin nicht einmal mit dem Auto bis zum Pavillon fahren, in dem sich die Gynäkologie-Station befindet.
"Ich habe in der Station angerufen und nachgefragt, dort wurde mir bestätigt, dass ich nur zur Entbindung kommen darf. Wie es mit Besuchsterminen aussieht, wissen wir noch nicht. Ich verstehe nicht, warum ich mit zwei Impfungen und PCR-Test nicht hinein darf", klagt der 36-Jährige. Auf der Website des Spitals ist eigentlich festgelegt, dass Begleitpersonen mit einem 2-G+ Nachweis, also Impfung und nicht mehr als 48 Stunden altem PCR-Test mitkommen dürfen. Bei Begleitung einer Schwangeren gilt laut der Hausordnung sogar 2,5-G, also eine Impfung, Genesung oderein PCR-Test.
Im Spital im 13. Bezirk scheint Chaos zu herrschen – auf "Heute"-Anfrage berichtete eine Sprecherin des Gesundheitsverbundes, der Wiener habe keinen gültigen PCR-Test vorgewiesen. Das, obwohl er der "Heute"-Redaktion einen Test in digitaler Form vorlegen konnte, der zum Zeitpunkt des Spitalsbesuches weniger als 24 Stunden alt und negativ war.
Das Spital solle sich vorbehalten, die Hausordnung bei Bedarf anzupassen und ausschließlich Personen mit negativem PCR-Test hineinzulassen. Kommuniziert wird dies vorher scheinbar nicht. Zur Geburt und zum Besuch nachher soll der werdende Papa laut einer Spitals-Sprecherin kommen dürfen – mit Impfung und negativem PCR-Test.