Google arbeitet schon länger daran, seinen KI-Chatbot Gemini persönlicher zu gestalten. Statt allgemeiner Phrasen soll die künstliche Intelligenz individuelle Empfehlungen basierend auf den Vorlieben der Nutzer liefern.
Jetzt folgt der nächste Schritt: Gemini bekommt eine Memory-Funktion. Ganz neu ist das Feature nicht – Google hatte es bereits im August 2025 angekündigt und in ersten Regionen ausgerollt. Ab sofort können aber auch Nutzer hierzulande darauf zugreifen.
Wie t3n berichtet, trägt das Feature den Namen "Gemerkte Informationen". Die KI speichert dabei wichtige Eckpunkte aus Unterhaltungen ab. Diese Erinnerungen an Vorlieben oder Abneigungen kann Gemini dann in späteren Gesprächen nutzen, um passendere Antworten zu liefern.
Google nennt konkrete Beispiele: Hast du in den vergangenen Monaten mit Gemini über dein Lieblings-Comicbuch gesprochen und fragst später nach Ideen für eine Geburtstagsparty, kann sich die KI darauf beziehen. Sie könnte dann thematisch passende Vorschläge für Essen oder Deko machen.
Wichtig zu wissen: Die "Gemerkten Informationen" sind standardmäßig aktiviert. Wer nicht möchte, dass Gemini solche Details speichert, kann das Feature ausschalten. In der Gemini-App findest du die Option unter "Persönlicher Kontext".
Neben der Memory-Funktion gibt es auch eine neue Import-Funktion. Damit kannst du beim Wechsel zu Gemini deine gespeicherten Vorlieben von anderen KI-Diensten übernehmen. Die Funktion war bisher nur in den USA verfügbar.
Zusätzlich lassen sich auch alte Chat-Verläufe von anderen KI-Tools importieren. Dafür musst du die Unterhaltungen als ZIP-Datei vom alten Dienst herunterladen und bei Gemini hochladen. Danach kannst du die Gespräche sogar mit der Google-KI fortsetzen.