Es ist vorbei

Genau um 0 Uhr! Netflix zeigt "Stranger Things"-Ende

Wer das große Serienfinale von "Stranger Things" noch nicht gesehen hat, sollte jetzt nicht weiterlesen. Netflix setzt zum Abschluss auf großes Kino.
Heute Entertainment
01.01.2026, 10:55
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Am Silvesterabend war es so weit: Viele Fans schalteten wohl direkt nach dem Countdown zu Netflix. Denn pünktlich um 0 Uhr wurde die letzte Folge der Erfolgsserie veröffentlicht.

Nach fast einem Jahrzehnt ging "Stranger Things" zu Ende. Das große Finale ist mit über zwei Stunden die längste Folge der gesamten Serie und fühlt sich mehr wie ein Kinofilm als wie klassisches Fernsehen an. Netflix verzichtet auf Experimente oder Aufteilungen und serviert den Fans ein einziges, finales Kapitel. Ohne Rückweg.

Im Mittelpunkt steht der letzte Kampf gegen Vecna. Hawkins steht am Abgrund, das Upside Down droht endgültig mit der realen Welt zu verschmelzen. Eleven und ihre Freunde stellen sich ein letztes Mal gemeinsam dem Bösen. Während das Militär die Situation weiter eskalieren lässt, kämpfen die Jugendlichen parallel in zwei Welten. Die Bedrohung wird aufgehalten, doch nicht alle kommen lebend davon.

Auch hier nochmal: AB JETZT WIRD GESPOILERT!!!!

Der wohl einschneidendste Moment: Eleven bringt das ultimative Opfer. Um Vecna zu besiegen, setzt sie ihr eigenes Leben aufs Spiel. Ihr Tod rettet Hawkins und hinterlässt tiefe Leere bei ihren Freunden.

Doch ganz eindeutig ist ihr Schicksal nicht. Hinweise im Finale und Mikes Hoffnung lassen Raum für Spekulationen: War ihr Tod wirklich endgültig? Netflix beantwortet diese Frage bewusst nicht.

Ein Zeitsprung von anderthalb Jahren zeigt, wie sich das Leben der Überlebenden weiterentwickelt. Mike findet einen neuen Sinn darin, ihre gemeinsame Geschichte festzuhalten. Das letzte Dungeons-&-Dragons-Spiel der ursprünglichen Gruppe markiert das Ende einer Ära und den Abschied von der Kindheit. Dustin wächst über sich hinaus und erinnert in einer bewegenden Rede an Eddie. Aus dem Außenseiter ist ein selbstbewusster junger Mann geworden.

Lucas bleibt an Max’ Seite. Sie hat überlebt, trägt jedoch sichtbare Narben davon. Ihre Beziehung steht sinnbildlich für Heilung nach schwerem Trauma.

Will, lange geplagt von Angst und Unsicherheit, blickt erstmals optimistisch nach vorn und findet seinen Platz außerhalb des Schattens des Upside Down. Auch Steve, Nancy und Jonathan lassen alte Konflikte hinter sich – ohne Drama, dafür mit Klarheit.

Einer der stärksten Momente des Finales gehört Joyce. Sie setzt Vecna ein Ende und schließt damit ein Kapitel voller Verlust und Schmerz. Im Zeitsprung folgt ein seltener Lichtblick: Hopper macht ihr einen Antrag und Joyce sagt Ja. Nach all der Dunkelheit gibt es zumindest für sie einen Neuanfang.

Die letzte Szene ist eine Liebeserklärung an die Fans. Noch einmal wird Dungeons & Dragons gespielt, noch einmal sitzt die Gruppe zusammen. Doch dann übernehmen Jüngere den Tisch. Ein stilles Zeichen dafür, dass Geschichten weitergehen, auch wenn ihre Helden erwachsen werden.

Mit dem Serienende verabschieden sich die Duffer-Brüder von einer Generation. "Stranger Things" schließt den Kreis. Melancholisch, mutig und mit einem Blick in die Zukunft, der hoffen lässt, ohne Antworten aufzuzwingen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 01.01.2026, 10:55
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