Genesen-Status durch Gurgeltests erschlichen

In der Steiermark sollen Impfverweigerer Infizierte in ihren Namen gurgeln lassen haben, um sich so einen Genesen-Status zu erschleichen.
In der Steiermark sollen Impfverweigerer Infizierte in ihren Namen gurgeln lassen haben, um sich so einen Genesen-Status zu erschleichen.HANS PUNZ / APA / picturedesk.com (Symbolbild)
In der Steiermark dürften sich Personen mittels Gurgeltest positive Ergebnisse und somit einen Genesenen-Status erschlichen haben.

Während in Wiens wichtigster Impfstraße im Austria Center in der Donaustadt Impfpass-Fälschungen aufgedeckt wurden, fürchtet das Land Steiermark Missbrauch bei den Heim-PCR-Tests. Einzelne Personen dürften sich mittels Gurgeltest positive Ergebnisse erschlichen haben. In Chat-Foren sollen Corona-Skeptiker darüber diskutiert haben, dass man tatsächlich Infizierte in seinem Namen gurgeln lassen könne, um sich so einen Genesen-Status zu erschleichen. Auch die Impfung könne man so für sechs Monate umgehen.

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Land ergreift Maßnahmen

In der zuständigen Abteilung des Landes zeigt man sich fassungslos. Obwohl es keine Beweise gibt, dass die Gurgeltests tatsächlich gefälscht wurden, zieht man die Reißleine. Die Bezirksverwaltungsbehörden erhalten nun die dringende Empfehlung, positive Gurgeltests erst dann zu werten, wenn ein neuerlicher, behördlicher PCR-Test ebenfalls positiv ist. Das soll vor allem dann umgesetzt werden, wenn die Betroffenen den eigenen Gurgel-Vorgang nicht filmen. Ein Video ist aktuell nur nötig, wenn man ein offizielles Testzertifikat will.

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Das Land sieht in der Vorgehensweise auch mögliche strafrechtlich relevante Vergehen wie Erschleichung von Urkunden oder auch falsche Ansprüche gegenüber dem Arbeitgeber, da man aufgrund unrichtiger Angaben isoliert werde. Seitens der Stadt Graz spricht man bei den nun offenbar nötigen zusätzlichen Tests "von einem unglaublichen bürokratischen Aufwand", so Eva Winter, Leiterin des Gesundheitsamtes.

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