Gerät soll Corona-Kunden aus Supermärkten aussperren

Findige Unternehmer haben im Kampf gegen das Coronavirus ein Fieberthermometer entwickelt, das vor den Eingängen von Geschäften aufgestellt werden kann.
Diese kuriose Erfindung könnte in Zukunft vollautomatisch darüber bestimmten, wer ein Geschäft betreten darf und wer nicht. Zwei Unternehmer aus Cividale del Friuli bei Udine haben einen elektronischen "Türsteher" für Geschäfte und Lokale entwickelt, der mit einem Gerät zur Messung von Temperatur gekoppelt ist. Sensoren und Software sollen so die Körpertemperatur der Kunden noch vor dem Eintreten messen. Liegt diese über 37,5 Grad, dann wird ein Alarm ausgelöst und die Tür bleibt zu.

"Es genügt, dass eine Person in das Display schaut und sofort wird die Temperatur gemessen. Wenn die Temperatur unter 37,5 Grad liegt, erscheint eine grüne Ampel. Ansonsten wird das Personal des Geschäfts oder Lokals alarmiert", schildert Unternehmer Marco Zorzettig im Gespräch mit der APA. Er hat das Gerät namens "TAACfatto" zusammen mit dem Inhaber des Studios "SBengineering", Gimmi Bodigoi, entwickelt und bereits patentieren lassen. Der Apparat ist etwa 1,70 Meter hoch und 35 Zentimeter breit. Kostenpunkt: rund 2.500 Euro pro Stück.

"TAACfatto ist leicht zu installieren, nimmt wenig Raum ein und ersetzt das Personal, das man ansonsten am Eingang zur Temperaturmessung einsetzen müsste", meint Zorzettig, der in der Region vorrangig als Winzer bekannt ist. Seiner Ansicht nach sollte das Gerät überall dort zum Einsatz kommen, wo sich nach Auflockerung der italienischen Corona-Maßnahmen Menschen versammeln.

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Ampelsystem made in Austria



Auch in Österreich wird bereits an einem ähnlichen Ampelsystem für Supermärkte gearbeitet, Tests dazu laufen bereits in 15 Filialen. Bei der Innovation der Wiener Digitale Mediensysteme GmbH wird allerdings auf Fiebermessung verzichtet, sie dient rein der automatisierten Kontrolle der schon geltenden Kundenobergrenze in den Geschäften – "Heute" berichtete.

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