Audi liefert Einblicke in ein geheimes Labor. Wie ein Auto riecht und welche Nebengeräusche wie klingen dürfen ist nämlich keineswegs Zufall. Daran arbeiten hochspezialisierte Entwicklungsteams.
Der perfekte Sitzkomfort im Auto, die spezielle Lederausstattung oder das Fahrgefühl bei über 130km/h auf der Autobahn: die typischen Eigenschaften einer Automarke sind bei einem Kauf ausschlaggebend. Deshalb setzen diverse Anbieter auf die Kleinigkeiten hinter ihren Modellen - oder besser gesagt auf das Gefühl, das ein Auto seinem Besitzer verschaffen kann. Hersteller haben genau definiert wie ihre Fahrzeuge riechen wenn diese als Neuwagen beim Händler stehen. Alleine das Geruchsbild muss bereits eine positive Wirkung auf potenzielle Käufer abgeben.
Individualität ist gefordert
So ist das Geräusch des Türzuknallens bei einem Ferrari anders als bei einem Ford. Audi hat ein eigenes "Knister-Knaster"-Team, das dafür zuständig ist, solche Eigenheiten zu fördern und Probleme wie quietschen zu verbessern. Das Team besteht aus technischen Entwicklern, Spezialisten aus der Produktion und Mitarbeitern aus der Qualitätssicherung. Diese analysieren gemeinsam Geräusche, welche Kunden als störend empfinden könnten und durch das Zusammenwirken von Materialien entstehen. Mit Geschwindigkeitstests wird die Beständigkeit von Werkstoffen geprüft, in der Wüste wird in extremer Hitze getestet, ab wann sich z.B. eine Klimaanlage verzieht.
Schnüffeln für die Qualität
Seit Mitte der 1980er Jahre gibt es bei Audi auch das "Nasenteam". Werkstoffe für die Autos werden von sechs Prüfern einem Schnüffeltest unterzogen. damit die Geruchseindrücke nicht verfälscht werden, dürfen diese weder Raucher sein noch Parfum verwenden. Die Aufgabe des Teams ist es, dass unerträgliche Gerüche erst gar nicht in die Produktion gelangen.