Horror bei Ryanair-Flug

"Gesicht deformiert" – Mann aus Ryanair-Flieger gesaugt

Ein Passagier wurde nach dem Bruch eines Fensters teilweise aus einem Ryanair-Flugzeug gesaugt. Er überlebte nur, weil er angeschnallt war.
André Wilding
24.07.2026, 18:08
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Ein Ryanair-Flug von Griechenland nach Deutschland ist für einen 61-jährigen Serben beinahe tödlich geendet. Während die Maschine am 10. Juli in rund 4.500 Metern Höhe über Nordmazedonien unterwegs war, zerbarst aus bislang ungeklärter Ursache ein Fenster.

Durch den plötzlichen Druckverlust wurde der Mann, der direkt am Fenster saß, nach außen gerissen. Sein Kopf, der Oberkörper und die Arme befanden sich bereits außerhalb des Flugzeugs. Vollständig hinausgeschleudert wurde er offenbar nur deshalb nicht, weil er angeschnallt war.

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"Vielleicht hat mich der Gurt gerettet, vielleicht war es Schicksal. Ich glaube an Gott und danke ihm jeden Tag, dass ich lebe", sagte der 61-Jährige dem "Guardian".

An die dramatischen Momente erinnert er sich bis heute. "Die Explosion ist das, woran ich mich erinnere. Es ist das Geräusch vor dem Chaos, das Geräusch, das immer da ist, wenn ich meine Augen zum Schlafen schließe."

Passagiere zogen ihn zurück

Nach Angaben seines Anwalts Vasilis Tsiaras hing der Mann mehrere Minuten teilweise außerhalb des Flugzeugs, ehe andere Passagiere ihn zurück in die Kabine ziehen konnten.

"Er war drei Minuten lang außerhalb des Flugzeuges, bevor es anderen Passagieren gelungen ist, ihn wieder hineinzuziehen", sagte der Anwalt gegenüber dem serbischen Nachrichtenportal kurir.rs. Sein Mandant habe durch "reinen Zufall" überlebt und während des Vorfalls mehrmals das Bewusstsein verloren.

Die Verletzungen seien erheblich. "Mein Mandant trägt eine Halskrause, er hat Verletzungen am ganzen Körper. Die Ärzte haben ihm gesagt, dass er sie mindestens sechs Wochen lang tragen muss." Danach müsse entschieden werden, ob eine Operation notwendig sei.

Besonders eindrücklich schilderte der Anwalt den Zustand seines Mandanten nach der Rettung: "Sein Gesicht sah völlig unnatürlich und deformiert aus. Geschwollen und entstellt. Sein Kopf sah aus wie ein Schwamm".

Laut der Ehefrau des 61-Jährigen verschlossen Passagiere die entstandene Öffnung nach der Rettung provisorisch mit einem Koffer.

Vorwürfe gegen Ryanair

Der Anwalt wirft der Kabinenbesatzung vor, in der entscheidenden Phase nicht geholfen zu haben.

Ryanair widerspricht dieser Darstellung. Gegenüber dem "Guardian" erklärte die Fluggesellschaft, die Besatzung habe sich während der plötzlichen Dekompression an die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen gehalten. Die Crew habe angeschnallt bleiben und Sauerstoffmasken tragen müssen, bis eine sichere Flughöhe erreicht worden sei. Danach sei der Mann neben seine Frau gesetzt, ein Arzt unter den Passagieren gesucht und medizinische Hilfe für die Landung organisiert worden.

Untersuchungen laufen noch

Die Ursache für den Fensterbruch ist weiterhin unklar. Ein Untersuchungsergebnis der zuständigen US-Verkehrssicherheitsbehörde wird in etwa einem Monat erwartet.

Der 61-Jährige erholt sich noch immer von seinen Verletzungen. An einen weiteren Flug denkt er derzeit nicht. Stattdessen gibt er anderen Reisenden einen eindringlichen Rat: "Ich möchte jetzt einfach nur wieder gesund werden. Ich wünsche niemandem, dass er das durchmacht, was ich hier erlebt oder besser gesagt überlebt habe, aber wenn ich einen Rat geben kann: Schnallen Sie sich an und bleiben Sie den gesamten Flug über angeschnallt!"

wil,24.07.2026, 18:08