So viele Impfdosen kommen jetzt nach Wien

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker
Gesundheitsstadtrat Peter Hackerpicturedesk.com
Darüber, was man sich in Wien von der Israel-Reise des Bundeskanzlers erwartet, spricht Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.

Die Israel-Reisevon Sebastian Kurz ist nicht ganz unumstritten. Doch schon am Donnerstag sollen erste Abkommen mit Benjamin Netanjahu und Mette Frederiksen (Dänemark) angestrebt werden. Was erwartet man sich in Wien von diesem "Vorstoß"? Gesundheitsstadtrat Peter Hacker war unter anderem dazu Gast im Ö1-Morgenjournal.

Auf diese grundsätzliche Frage antwortet Peter Hacker einem Peter Hacker entsprechend: "Naja man soll jedenfalls den Tag erst am Abend loben und ned in der Früh. Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Vielleicht gibt es da schon Vorgespräche – klang ein bissl danach. Lass' ma uns überraschen. Ich traue mich da keine Prognose abzugeben."

Impfstoff-Lieferungen

Das größte Problem bei den Impfungen sind aktuell die variablen Lieferungen. Oft ändern sich die Mengen, die ankommen, täglich oder wöchentlich. Gestern etwa gab es eine Pressekonferenz der Stadt Wien über den adaptierten Impfplan, keine zwei Stunden später kam unerwartet eine Lieferung an. Das macht die Planung sehr kompliziert, erzählt Hacker.

"Macht aber nix. Wir sind das gewohnt, komplizierte Aufgaben zu lösen." Jedes Bundesland löst das etwas anders aber im großen und ganzen recht gut, findet Hacker. Eine einzige große Impfstraße für niedergelassene Ärzte, wie es sie in Wien gab, wäre in einem Flächen-Bundesland wie der Steiermark zum Beispiel nicht möglich.

Wie viel jetzt kommt

"Mit den großen Mengen an Impfstoff rechnen wir nicht vor April. Wir werden jetzt im März pro Woche 50.000 Impfdosen bekommen." Das sind immerhin schon doppelt so viele wie noch im Februar, im April gibt es mit 100.000 Dosen pro Woche dann eine weitere Verdopplung. 

Eine zentrale Koordination durch den Bund sei allerdings keine gute Idee. "Das hat ja die Bundesregierung probiert, hat gar nicht funktioniert", resümiert Hacker. Von den negativen Vorurteilen gegenüber AstraZeneca will er auch nichts wissen. Das seien Diskussionen, die einige wenige in ihren Laboratorien führen. In Wirklichkeit sind die Menschen froh, wenn sie einen Impfstoff bekommen, von dem es ja aktuell immer noch viel zu wenig gibt.

Aufschrei über Uni-Impfungen

Gerade dann sorgt es für heftige Kritik, wenn es zu Fehlern kommt. Aktuell werden Lehrer und Kindergartenpädagogen geimpft, durch einen Fehler bei der Kategorisierung "Bildungspersonal" wurden aber auch Universitäts-Lektoren zur Impfung geladen, die nur nebenberuflich einige Tage im Jahr Lehrveranstaltungen im Distance Learning abhalten. Ein Fehler, der in der Hektik des Alltags passierte, beteuert Hacker nun.

Ein Sprecher entschuldigte sich deswegen bereits. Jene 4.000 Personen, die sich bereits zur Impfung angemeldet haben, sollen trotzdem an ihre Dosis kommen. Hacker sei es wichtig, diese Menschen nicht zu frustrieren. Außerdem seien die 4.000 Dosen angesichts der vorhanden Mengen verkraftbar.

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