Alarm! Post droht Packerl-Chaos vor Weihnachten

Blick ins Paketzentrum Inzersdorf der Österreichischen Post
Blick ins Paketzentrum Inzersdorf der Österreichischen Postpicturedesk.com/Mirjam Reither
In Zeiten der Pandemie – vor allem vor Weihnachten – wird noch mehr online bestellt als ohnehin schon. Die Gewerkschaft warnt vor dem Kollaps.

"Die Situation in der Paket- und Briefzustellung bei der Österreichischen Post AG sieht vor Weihnachten leider nicht gut aus! Die Zusteller sind am Limit und klagen über gesundheitliche Probleme. Gearbeitet wird bis in die Abendstunden, dennoch kann die Paketflut nicht bewältigt werden", kritisiert Kurt Holzer, Vorsitzender der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) von Wien, Niederösterreich und Burgenland.

"Zu den riesigen Paketmengen belasten auch noch die betriebsinternen Corona Maßnahmen. So stellt der versetzte Dienstbeginn die Zusteller vor großen Schwierigkeiten und Belastungen. Die Postler berichten uns darüber, dass sie in den finsteren Nachmittagen nichts mehr sehen können und oft auch nicht mehr gesehen werden. Das führt oft zu gefährlichen Situationen", zeigt sich Holzer erschüttert.

Mitarbeiter am Limit

"Fest steht auch, dass von Seite des Unternehmens in Anbetracht der steigenden Paketmengen, die bisher eingeleiteten Maßnahmen nicht wirken. Um die Zustellung bis Weihnachten sicher stellen zu können, müsse man den versetzten Dienstbeginn beenden und die kontaktlose Paketzustellung wieder einführen", fordert der Gewerkschafter.

Kapazitätsengpässe gebe es aufgrund des Sparens beim Personal in den letzten Jahren. Auch in den Postfilialen, den Verteilzentren und in der Transportlogistik würden die Mitarbeiter am Limit operieren. "Auf die arbeitsreichste Zeit in diesem Jahr hätte man lange genug Zeit gehabt sich ordentlich vorzubereiten", so Holzer.

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