Österreich-News

Gift-Spinne breitet sich in Österreich immer weiter aus

Groß wie eine Tarantel, stark behaart und giftig! Die Nosferatu-Spinne fühlt sich in Österreich offenbar richtig wohl und ist auf dem Vormarsch.

André Wilding
In Deutschland breitet sich die Giftspinne immer mehr aus und auch bei uns wurde sie bereits gesichtet.
In Deutschland breitet sich die Giftspinne immer mehr aus und auch bei uns wurde sie bereits gesichtet.
Getty Images/iStockphoto

Die aus dem Mittelmeergebiet stammende Nosferatu-Spinne hat sich inzwischen bereits bei unseren Nachbarn in Deutschland ausgebreitet. Das zeigten etwa Ergebnisse eines Meldeaufrufs des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) und des Portals nabu-naturgucker.de

Innerhalb von nur zwei Wochen waren vor wenigen Monaten etwa 16.000 Beobachtungen registriert worden. Man müsse zwar von etwa 20 Prozent Fehlbeobachtungen ausgehen, die Zahl sei dennoch beeindruckend, erklärte Nabu-Spinnenexperte Roland Mühlethaler gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur.

Auch wenn es Meldungen aus allen Winkeln der Bundesrepublik gebe, lägen die Verbreitungsschwerpunkte im Süden und Westen, hieß es vom Nabu. Vor allem entlang von Rhein, Neckar und Ruhr komme die Nosferatu-Spinne nahezu flächendeckend vor. Nach Norden und Osten dünnten die Nachweise merklich aus.

Nosferatu-Spinne in Österreich

Doch nicht nur in Deutschland fühlt sich die Gift-Spinne offenbar wohl – sondern auch bei uns in Österreich! Laut ORF breitet sich der haarige Krabbler etwa in Vorarlberg immer mehr aus. Erstmals wurde die Spinne im Jahr 2014 gesichtet, seither gab es bereits zahlreiche Beobachtungen.

Laut dem Biologen Klaus Zimmermann von der inatura wurde der Achtbeiner habe es Sichtungen im ganzen Rheintal bis zum Walgau gegeben. Die Spinne ist für den Menschen zwar harmlos, ein Biss könne aber mit dem Schmerz eines Wespenstichs verglichen werden, berichtet ORF Vorarlberg.

Die Nosferatu-Spinne habe laut Zimmermann einen braunen wuchtigen Körper und könne mit ausgestreckten Beinen eine Länge von etwa fünf Zentimetern erreichen. Am liebsten hält sich der kleine Krabbler übrigens in Gebäuden auf, wo es warm ist.

Vor allem der Klimawandel sei ein Grund dafür, warum man der Spinne auch in Österreich immer öfters begegnet– und auch in Zukunft wird man daher die Nosferatu-Spinne in der Alpenrepublik wohl noch öfters zu Gesicht bekommen.

Eine Nosferatu-Spinne kann mit ausgestreckten Beinen eine Länge von etwa fünf Zentimetern erreichen.
Eine Nosferatu-Spinne kann mit ausgestreckten Beinen eine Länge von etwa fünf Zentimetern erreichen.
Thomas Lutz / dpa / picturedesk.com
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