Nachdem der Rasiermittelhersteller dieses Jahr bereits zwei Mal einen Shitstorm kassierte, zunächst wegen der Kritik am traditierten Männerbild, zuletzt wegen eines Plus-Size-Models, hagelt es auf Twitter erneut hitzige Kommentare. Diesmal, weil in einem neuen Spot eine Frau zu sehen ist, die sich ihre Unterarme rasiert.
Im Werbespot sieht man Frauen, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, z.B. eine Person mit Weißfleckenkrankheit und eine mit unterschiedlichen Hautfarben. Trotz dem abermaligen Versuch sich zu Diversität zu bekennen, wird eine Szene kritisiert, in der eine Frau zu sehen ist, die sich ihren tätowierten Unterarm rasiert.
Nicht jedes Haar ist schlecht
Kritische Stimmen warfen dem Unternehmen vor auf Frauen noch mehr Druck auszuüben sich haarlos zu präsentieren. "Bitte, Gillette, ermutigt Frauen nicht dazu sich die Unterarme zu rasieren. Es gibt einen Grund für Haarwuchs." mit dem Hashtag "#notallhairisbad" endete der Kommentar. Und ein anderer hielt fest:"Der letzte Werbeslogan, wo die Wichtigkeit Jungen darin zu erziehen Frauen zu respektieren, thematisiert wurde, ist Gillette so gut gelungen. Aber nun müssen wir uns die Arme rasieren?"
Wie der "Kurier" berichtete, gab es auf dem Instagram-Profil des Unternehmens ein Bild, das ebenfalls eine Frau während ihrer Unterarm-Rasur abbildete. Darunter stand: "Einige Mädchen rasieren alles. Einige Mädchen rasieren sich nur ein paar Dinge. Manche Mädchen rasieren nichts. Alle Mädchen sind wunderschön" (GA)