Es war echte Maßarbeit. Wäre die Abfahrt um nur 200 Meter länger gewesen, hätte Deutschland über Gold in der Herren-Abfahrt gejubelt und Vincent Kriechmayr wäre nur WM-Dritter geworden.
Das Ziel stand schon goldrichtig. Mit Vincent gewann der Beste. Er holte sein zweites WM-Gold im „Riesenslalom-Teil“ dieser Abfahrt ab. Weil er wie im Super-G taktisch die beste Linie wählte und skitechnisch seine Klasse ausspielte. Im Flachteil verlor er Zeit auf Sanders und Feuz. Nach der Traverse patzte er leicht, verlor zumindest eine halbe Sekunde.
Mit dem Speed-Double reiht sich „Vinc“ bei den Allergrößten des Skisports ein: Nur Hermann Maier und Bode Miller gelang das Kunststück beide Speedrennen bei einer WM zu gewinnen. Diese zwei Namen sagen alles aus.
Ich habe Vincent kennengelernt, als er körperlich ein paar Probleme hatte. Ein guter Typ! Ich gönne ihm den doppelten WM-Coup. Er ist geerdet, er wird sicher nicht abheben.