Manuel Feller ist auf der Piste plötzlich so selbstbewusst wie als Rapper. Er hat seinen technischen Fehler mit zu viel Rücklage gut in den Griff gekriegt und die Kurve gekratzt. Zagreb war ein schwieriges Salzrennen: Die Piste weich, die vielen Schläge nicht sichtbar, sondern nur zu erspüren. Da setzen sich die Besten durch.
Feller wird auch auf pickelharten Pisten bei den Klassikern im Jänner vorne sein. Er steht zentral und gut am Ski, hat mit fittem Rücken ein besseres Set-up gefunden.
Für den Ski-Zirkus ist ein Feller in Form eine frohe Botschaft. Er ist ein Typ. Nicht nur wegen seinem Schnauzer. Er polarisiert und er sagt seine Meinung. Nicht nur das, was Trainer und Manager vorkauen – und schon lange keinen TV-Zuseher mehr interessiert.
Nicht vergessen: Feller hat noch kein Rennen gewonnen. Geht er über die Straße, wird er aber erkannt. Seine Popularität wird noch steigen.