Kuriose Szene in der Ligue 1! Beim Keller-Duell zwischen Nantes und Le Havre ging Torwart Anthony Lopes plötzlich ohne Gegnerkontakt zu Boden – und ermöglichte seinen Mitspielern eine verbotene Fasten-Pause. Dahinter steckt wohl ein Trick: Der französische Klub machte sich das Regelwerk zunutze und umging so ein Liga-Verbot.
Die Szene im Rückblick: Obwohl der portugiesische Torwart bereits länger nicht am Ball war, legte er sich beim Stand von 2:0 in der zweiten Halbzeit auf den Rasen, als der Ball auf Höhe der Mittellinie ins Aus gespielt wurde. Minuten zuvor schien Lopes noch bei bester körperlicher Verfassung gewesen zu sein – dann soll aber plötzlich der Oberschenkel Probleme bereitet haben.
Die Team-Ärzte kamen aufs Feld und versorgten den Nantes Profi minutenlang. Der Clou: Während Feldspieler bei Behandlungen vom Platz müssen, dürfen Torhüter liegen bleiben. Genau diese Lücke nutzten offenbar mehrere Nantes-Profis. Fünf Spieler liefen direkt zur Seitenlinie, griffen zu Wasser und Snacks – und brachen damit ihr Fasten im Ramadan.
Brisant: In Frankreich sind Spielunterbrechungen aus religiösen Gründen offiziell nicht erlaubt. Der Verband hatte entsprechende Pausen untersagt. Nach der Behandlung war beim Torhüter von einer Beeinträchtigung keine Spur mehr. Zunächst rappelte sich Lopes noch auffällig langsam auf, das Spiel konnte er aber ohne Probleme beenden.
Ob cleverer Teamgeist oder unsportlicher Trick? Fakt ist: Nantes brachte den Sieg mit neuen Kräften schlussendlich über die Zeit. Und: Für den Klub waren die drei Punkte im Abstiegskampf Gold wert. Aktuell liegt der Verein auf Rang 17 von 18 Teams – und hält durch den Dreier den Anschluss ans rettende Ufer.