Nach schwerer Verletzung

Gold-Hattrick für ÖSV-Star Gasser? "Es ist möglich"

Snowboard-Olympiasiegerin Anna Gasser ging nach einer Verletzungspause nach Italien und jagt jetzt im Big Air Gold Nummer drei.
Georg Steinschnack
08.02.2026, 16:35
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Historische Chance für Anna Gasser! Seit ihrem Olympiadebüt 2014 in Sotschi gehört sie zur Weltspitze im Snowboard Big Air. In Pyeongchang 2018 und Peking 2022 gewann sie jeweils Gold. Ein weiterer Erfolg in Livigno würde ihr einen historischen Meilenstein bescheren: Als erste österreichische Frau könnte sie drei Olympiasiege in Folge feiern. Bislang gelang ein solcher Gold-Hattrick nur Felix Gottwald, Thomas Morgenstern, Matthias Mayer und Toni Sailer.

Harter Weg zurück

Der Weg zu Olympia war in dieser Saison allerdings mühsam. Erst Mitte Jänner bestritt Gasser ihren ersten Wettkampf, nachdem sie ein Surf-Unfall zu einer längeren Zwangspause gezwungen hatte. Die Schulterverletzung verzögerte den Formaufbau erheblich und stellte ihre Vorbereitung auf eine harte Probe. "Der Herbst hat sich angefühlt wie ein Wettlauf. Die Zeit wurde immer knapper, und ich habe gewusst, dass ich noch nicht dort bin, wo ich sein muss. Zum Glück konnte ich mit Neujahr wieder voll ins Training einsteigen."

Die Zeit bis zu den Olympischen Spielen drängte. In den Weltcup-Bewerben zeigte Gasser dennoch aufsteigende Form, wurde im Slopestyle Dritte und im Big Air Achte. Entscheidend waren für sie weniger die Platzierungen als der mentale Prozess. "Ich weiß, dass die Ergebnisse auf den ersten Blick noch nicht optimal aussehen, aber es war für mich extrem wichtig, dass ich meine schweren Sprünge wieder zeigen konnte. Diese mentale Überwindung nach einem längeren Ausfall wird oft unterschätzt."

Ehre für Gasser

Auch aufgrund der langen Verletzungspause zählt Gasser diesmal nicht zu den Top-Favoritinnen. Den Weltcup führt aktuell die Japanerin Onitsuka Miyabi an. Eine Ausgangslage, in der sich die Tirolerin durchaus wohlfühlt. "Ich bin mir meiner Rolle bewusst, und diese Underdog-Mentalität taugt mir extrem. Es ist ganz anders als 2018, als alle erwartet haben, dass ich Gold gewinne. Dieses Gefühl war nicht sehr schön. Jetzt kann ich von hinten angreifen. Wenn ich bei mir bleibe, ist aber alles möglich."

Bevor es für Gasser am 8. Februar um die Qualifikation für das Big-Air-Finale geht, wurde ihr eine besondere Ehre zuteil. Gemeinsam mit Benjamin Karl aus dem Snowboard-Parallelslalom führte sie das österreichische Team bei der Eröffnungsfeier als Fahnenträgerin an. Damit sind die Olympischen Spiele in Italien für sie schon vor dem ersten Wettkampf ein außergewöhnliches Ereignis.

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