"Ich nehme mir viel vor. Aber auch die Deutschen sind sehr stark. Es muss alles zusammenspielen. Wer es am saubersten erwischt, wird am Schluss vorne sein." Das sagte Jonas Müller vor wenigen Tagen im "Heute"-Interview. Und er sollte recht behalten.
Gold im Einsitzer eroberte Max Langenhan (D), der vier (!) Mal den Bahnrekord knackte. 0,596 Sekunden dahinter: Müller.
"Das ist die Krönung, das absolute Highlight", sagte der 28-Jährige mit Tränen in den Augen. "Gewaltig, endlich hab ich die Medaille." Zur Erinnerung: Nach seiner Ausbootung vor vier Jahren wollte das Kraftpaket bereits hinschmeißen. "Es war die richtige Entscheidung, dann doch nicht aufzuhören."
Müller kündigte im ORF eine rauschende Partynacht an. "Meine Familie ist da, mein bester Freund ist da. Jetzt freue ich mich aufs Österreich-Haus und werde ein paar Bier trinken."
Den Grundstein für den bisher größten Erfolg seiner Karriere legte Olympia-Debütant Müller bereits am Samstag. Mit zwei soliden Läufen zementierte er sich auf Rang zwei ein, am Finaltag verteidigte er diesen souverän vor Lokalmatador Dominik Fischnaller.
Langenhan war außer Reichweite. "Max (Langenhan, Anm.) war einfach nicht zu biegen", so Müller. "Wie ich nach Cortina gekommen bin, habe ich gesagt, ich will unbedingt eine Medaille. Ich würde sagen: Ziel erreicht."
Für Müller sind die Spiele noch nicht beendet. Am Donnerstag steht zum Abschluss der Rodelwettkämpfe noch die Team-Staffel auf dem Programm.