Ein wenig im Schatten von Olympiasieger Benjamin Karl schrieb auch Sabine Payer ein wahres Snowboard-Märchen. Die 33-Jährige carvte in Livigno zur Silbermedaille im Parallel-Riesentorlauf. Ein Erfolg mit langer Vorgeschichte.
Für die Winterspiele in Sotschi 2014 hatte sich Payer – damals noch Schöffmann – knapp nicht qualifiziert. Vier Jahre später wäre sie in Pyeongchang dabei gewesen, brach sich aber kurz nach der Einkleidung das Bein. Für Peking 2022 schien alles gerichtet. Aber: Nach einem positiven Covid-Test musste sie im Quarantäne-Hotel sitzen, während die Bewerbe über die Bühne gingen.
"Die letzte Woche war daher eine Katastrophe", grinst Payer. "Ich war extrem nervös. Denn ich hatte den Traum seit 2014, immer ist etwas schiefgegangen". Groß war die Angst, dass wieder etwas passiert. Ehemann Alexander Payer, der selbst Olympia-17. wurde, meinte: "Sie hat sich nicht mal getraut, spazieren zu gehen."
Umso ausgelassener feierte die Kärntnerin ihre Silber-Fahrt. "Als ich die Mama umarmt habe, ist mir die Medaille gleich heruntergefallen. Sie ist sehr schwer, aber schön."
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